Fortuna Düsseldorf: Knackiges Programm fast geschafft

In fremden Stadien muss mehr kommen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Donnerstag, 10.12.2020 | 15:12
Fortunas Matthias Zimmermann.

In fremden Stadien müssen sich Matthias Zimmermann und die Fortuna deutlich steigern. ©imago images/Norbert Schmidt

Mit seinen Ambitionen hielt Fortuna Düsseldorf vor rund zwei Monaten nicht hinter dem Berg. „Ein Verein wie Fortuna Düsseldorf muss als Absteiger grundsätzlich das Ziel verfolgen, wieder aufzusteigen“, ließ der Klub in einer Mitteilung von Vorstand, Trainer und der Mannschaft wissen.

Zum damaligen Zeitpunkt war die Fortuna mit drei Punkten aus den ersten drei Spielen durchwachsen in die Saison gestartet. Der aktuelle Tabellenplatz elf lässt auf den ersten Blick vermuten, dass das ambitionierte Ziel auch weiterhin in weite Ferne gerückt ist. Der zweite Blick zeigt jedoch, dass bei lediglich drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz das Tableau nach fast einem Drittel der Saison noch nicht die ganz große Aussagekraft besitzt.

Knackiges Auswärtsprogramm

Dass Düsseldorf nicht besser dasteht, liegt an der Schwäche in fremden Stadien. Nur einen Punkt brachte die Fortuna von bislang fünf Auswärtsfahrten mit. Diese Bilanz liest sich katastrophal und ist auch ein Spiegelbild der bislang wenig überzeugenden Leistungen, die aber kurioserweise im eigenen Stadion mit 13 von möglichen 15 Punkten belohnt wurden.

Doch auch bei einer Einordnung der Auswärtsauftritte empfiehlt sich ein zweiter Blick, denn die bisherigen Reiseziele der Fortunen hatten es durchaus in sich. In Hamburg zum Auftakt kann man verlieren, auch wenn der HSV zuletzt nicht mehr an seinen furiosen Saisonstart anknüpfen konnte.

Es folgten Fahrten zu den in dieser Spielzeit erneut starken Kielern und nach Hannover, wo 96 äußerst heimstark loslegte. Nürnberg ist ebenfalls kein leichtes Pflaster, ehe an der Castroper Straße ein Debakel gegen das Top-3-Team Bochum folgte.

Gute Erfahrungen im Wildpark

Klar ist aber eben auch: Wer so ambitionierte Ziele wie die Düsseldorfer verfolgt, der muss trotz dieses knackigen Programms auch liefern. Denn viel leichter wird die Aufgabe am kommenden Wochenende in Karlsruhe eben auch nicht. Beim KSC ist die Brust nach vier Siegen in Folge bekanntlich ein ganzes Stück breiter geworden.

Für F95 spricht dabei allerdings die Historie. Die letzte Niederlage im Wildpark musste Düsseldorf vor über 20 Jahren hinnehmen, am 8. Spieltag der Saison 1998/99 setzte es ein 1:3. Seitdem nahm die Fortuna in sieben Anläufen immer mindestens einen Punkt mit. Gelingt das erneut, wäre die bisherige Ausbeute in fremden Stadien immerhin verdoppelt.

Im Anschluss wird das Auswärts-Programm zudem vermeintlich leichter: Auf St. Pauli und in Braunschweig muss ein Klub, der um den Aufstieg mitspielen möchte, spätestens liefern.