Hannover 96: Der Hinrunden-Rückblick

So lief der 1. Teil der Saison 2016/17

Martin Harnik führt die interne Torschützenliste von Hannover 96 an.

Hat in Hannover voll eingeschlagen: Neuzugang Martin Harnik. ©Imago

Es liegt fast schon in der Natur der Sache, dass von einem Absteiger aus der Fußball-Bundesliga der direkte Wiederaufstieg erwartet wird. Bei Hannover 96 verhält sich das nicht anders. Und bisher haben die Niedersachsen weitgehend abgeliefert: Mit nur drei Niederlagen in der Hinserie sind sie der erste Verfolger vom alten Rivalen Eintracht Braunschweig. Warum es bisher so ordentlich für die „Roten“ lief, zeigen wir Euch in unserem Hinrunden-Rückblick!

Stendel rechtfertigt das Vertrauen

Als in der vergangenen Saison schon nichts mehr zu retten war, übernahm Daniel Stendel als Interimstrainer den Job bei Hannover 96. Fortan spielte die Mannschaft deutlich besser, sodass Stendel vor dieser Spielzeit zum neuen Chefcoach befördert wurde. Bislang kann man festhalten, dass das keine Fehlentscheidung war: Hannover stellt mit 31 Toren den besten Angriff der Liga, kassierte auswärts so wenige Pleiten wie sonst kein Team (zwei) und musste sich auch daheim erst ein einziges Mal geschlagen geben.

Nur einmal mussten die Fans drei Spiele lang auf den nächsten Sieg warten und ebenfalls ein Einzelfall blieben die zwei Niederlagen am Stück bei Union Berlin und dem 1. FC Nürnberg. Momentan sind die „96er“ seit sieben Partien unbesiegt, in diesem Zeitraum fuhren sie vier Siege und drei Unentschieden ein. Als erster Jäger von Eintracht Braunschweig befinden sie sich damit in einer hervorragenden Ausgangsposition für die Rückrunde.

Könige der Nachspielzeit

Auffällig war im ersten Teil der Saison, dass die „Roten“ erst nach der Pause so richtig in Fahrt kommen. Wäre nach 45 Minuten Schluss, dann würden sie sich nur im Mittelfeld der Tabelle befinden, doch nach dem Seitenwechsel ist keine Mannschaft der 2. Bundesliga besser. Und mit Hannover muss man immer rechnen: Zwei Treffer in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit sowie vier Tore in der Extra-Time des 2. Durchgangs sind jeweils Top-Werte.

Rückstände können die Niedersachsen zudem offenbar ganz gut wegstecken: Wenn der Gegner das erste Tor erzielte, holte H96 trotzdem noch zwölf Punkte – das sind mit Abstand die meisten in dieser Wertung. Aber der große Trumpf bleibt der Angriff, denn mit 23 Stürmer-Toren stellen die Hannoveraner (nach Nürnberg) die zweitbeste Offensiv-Abteilung der Liga. Wenn Martin Harnik, Felix Klaus, Kenan Karaman & Co. so weitermachen, dann wird es für die anderen Teams schwer, die „Roten“ auf dem Weg zurück in die Bundesliga zu stoppen.