26. Spieltag: Dynamo Dresden gegen SpVgg Greuther Fürth – Janßen-Elf unter Druck

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 21.03.14 | 06:37

Angesichts von sechs Punkten Rückstand ans rettende Ufer sowie des direkten Duells zwischen Arminia Bielefeld und Energie Cottbus, die auch als Konkurrenz um den Relegationsplatz zu sehen sind, steht Dynamo Dresden heute gegen die SpVgg Greuther Fürth schon unter Druck und muss nach neun Partien ohne Dreier eigentlich schon fast gewinnen. Fürth reist als Tabellenzweiter nach Dresden, hat aber nur ein kleines Polster von zwei Zählern auf Rang drei und muss gerade wegen der in den letzten Wochen oft nur mäßigen Leistungen aufpassen, diesen Vorsprung nicht schon heute zu verspielen.

Dynamo-Coach Olaf Janßen wird seine Mannschaft im Vergleich zum 1:2 beim SC Paderborn womöglich gleich auf fünf Positionen verändern. Während der am Finger verletzte Markus Scholz seinen Platz im Tor an Publikumsliebling Benjamin Kirsten abtreten muss, würden die übrigen Änderungen überwiegend aus Leistungsgründen erfolgen. So ist damit zu rechnen, dass Thorsten Schulz nach abgesessener Sperre wieder anstelle von Sebastian Schuppan die linke Abwehrseite übernimmt, obwohl Schuppan in Paderborn noch zu den besten Dresdnern gehörte. Deshalb ist nicht auszuschließen, dass Schulz rechts verteidigt und Schuppan links im Team bleibt. Allerdings konnte sich zuletzt mit Cheikh Gueye im Training auch eine weitere Alternative für die rechte Abwehrseite wieder näher an die Startelf heranarbeiten. Im Mittelfeld ist dank der Rückkehr von Marco Hartmann, der schon alleine wegen seines Einsatzwillens gesetzt sein dürfte, wieder mit einer Doppelsechs zu rechnen, die Anthony Losilla komplettiert. Weichen muss dafür vermutlich Cristian Fiel, der unter der Woche gesundheitlich angeschlagen war und nicht voll trainieren konnte. Während Idir Ouali, Vincenzo Grifo und Tobias Kempe als offensive Dreierreihe in der Mannschaft bleiben sollten, könnte im Angriff Zlatko Dedic den Vorzug vor dem von einer Rippenprellung geplagten Mickaël Poté erhalten.

Bei Fürth fallen mit den gesperrten Mergim Mavraj (Gelb-Rot) und Stephan Fürstner (5. Gelbe Karte) gleich zwei Akteure aus, die im Defensivverbund der Franken in den letzten Wochen feste Größen waren. Allerdings steht jeweils hochkarätiger Ersatz parat. So bildeten Zsolt Korcsmar und Benedikt Röcker bereits vor zwei Wochen eine gute Innenverteidigung, als Mavraj krankheitsbedingt passen musste, und auf der Doppelsechs wird in Dresden mit Tim Sparv und Goran Sukalo erstmals wieder das Erfolgsduo der ersten Saisonwochen beginnen. Nicht richtig rund lief es bei der SpVgg zuletzt im Spiel nach vorne, was zumindest teilweise an der Formschwäche von Top-Scorer Zoltan Stieber liegt. Aber auch die Tatsache, dass Nikola Djurdjic nach halbjähriger Verletzungspause noch nicht wieder der Alte ist, stellt derzeit ein Handicap dar, weshalb Fürth in den letzten Wochen vor allem von Standardsituationen lebte, die es für Dynamo folglich zu vermeiden gilt.

Wie alle anderen Spiele wird auch diese Partie ausschließlich im Pay-TV bei Sky und Liga Total übertragen. Einen offiziellen Live-Stream im Internet gibt es mit Ausnahme von Sky Go leider nicht, allerdings sollte man auf den einschlägigen Seiten einen funktionierenden Stream finden. Ansonsten bietet es sich an, die 90 Minuten in einem der zahlreichen Live-Ticker zu verfolgen oder aber auf das Fußballradio „Sport1.fm“ auszuweichen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Dynamo Dresden: Kirsten – Gueye, Leistner, Bregerie, Schulz – Hartmann, Losilla – Grifo, Kempe, Ouali – Dedic

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinski, Korcsmar, Röcker, Gießelmann – Sukalo, Sparv – Pledl, Stieber – Djurdjic, Azemi