Dynamo Dresden trennt sich von Fiel

Nach 28 Spielen ist Schluss

Cristian Fiel vor dem Heimspiel gegen Kiel.

Nach rund einem dreiviertel Jahr ist für Cristian Fiel bei Dynamo Dresden Schluss. ©imago images/Dennis Hetzschold

Cristian Fiel ist nicht mehr Trainer von Dynamo Dresden. Wie die Schwarz-Gelben am Montag Abend verkündeten, sei dies das Resultat zwischen „intensiven und offenen Gesprächen“, die in den letzten beiden Tagen zwischen Fiel und Geschäftsführer Ralf Minge in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat stattgefunden haben.

„Diese Entscheidung ist uns sehr schwergefallen. Cristian und ich standen während der gesamten Zusammenarbeit immer in einem engen und vertrauensvollen Austausch. Wir haben die Zusammenarbeit heute einvernehmlich beendet, weil wir zu dem gemeinsamen Entschluss gekommen sind, dass die Mannschaft dringend einen neuen Impuls braucht, um den Klassenerhalt noch zu erreichen“, wird Minge von Dynamo zitiert.

Trennung auf Platz 18

Fiel, der bis 2015 fünf Jahre lang als Spieler für Dynamo auflief, hatte das Traineramt erst Ende Februar übernommen und den Klub damals stabilisiert und zum Klassenerhalt geführt. Nach schwachem Start in seine erste Spielzeit als Cheftrainer mit zwei Niederlagen schien dem 39-Jährigen dies erneut zu gelingen.

Auf fünf ungeschlagene Spiele folgte aber eine Abwärtsspirale, seit Ende September konnte Dynamo nur eines seiner letzten acht Spiele gewinnen, verlor den Rest und landete nach dem 1:2 gegen Kiel am Samstag erneut am TabellenendeInsgesamt betreute Fiel Dynamo in 28 Pflichtspielen, mit acht Siegen, sieben Unentschieden und 13 Niederlagen fällt die Bilanz bei 41:49 Toren deutlich aus.

Alles muss jetzt dem nächsten Erfolgserlebnis untergeordnet werden. (SGD-Geschäftsführer Ralf Minge)

Unsere Mannschaft steht mehr denn je in der Verantwortung, die sportliche Trendwende zu erreichen. Wir haben im Jahr 2019 noch drei Endspiele, in denen wir alles investieren müssen, um Punkte zu holen. Alles muss jetzt dem nächsten Erfolgserlebnis untergeordnet werden“, erhöht Minge den Druck vor den noch ausstehenden Partien gegen Sandhausen, Osnabrück und Nürnberg auf die Mannschaft.

Ein Interimstrainer soll übernehmen

Bis ein neuer Cheftrainer vorgestellt wird – die „Suche nach einem Nachfolger werden wir so schnell wie möglich vorantreiben“, wie Minge erklärt – wird ein Interimstrainer die Verantwortung nehmen. Das wird nicht Fiels bisheriger Co-Trainer Patrick Mölzl sein, der ebenfalls von seinen Aufgaben entbunden wurde.

„Ich wünsche der Mannschaft, den Fans und dem gesamten Verein von Herzen, dass der Klassenhalt in dieser Saison erreicht wird. Ich bin als Spieler und Trainer fast zehn Jahre in diesem  besonderen Verein und hatte eine wundervolle Zeit, die mir sehr viel bedeutet. Ich bin vielen Menschen unheimlich dankbar, die mich in all der Zeit unterstützt und mir viel Zuneigung entgegengebracht haben. Danke, Dynamo“, wird Fiel zitiert.

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