Hamburg-Derby – das erwarten die Promis

Das sagen Lotto, Schwensen & der Bürgermeister

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher

Freut sich auf die sportliche Auseinandersetzung der beiden Hamburger Klubs: Bürgermeister Peter Tschentscher. ©Imago/Chris Emil Janssen

Am Sonntag steht das mit Spannung erwartete Derby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV an. Nach dem eher müden 0:0 im Hinspiel erwarten die Fans nun eine deutlich bessere Partie, zumal für beide Mannschaften viel auf dem Spiel steht. Zehn Spieltage vor Schluss kämpfen beide um den Aufstieg, was die Stimmung zusätzlich anheizt.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher wünscht sich dementsprechend vor allem ein friedliches Fußballfest. „Ich hoffe auf ein faires Spiel von zwei starken Mannschaften. Und ich freue mich auf ein Fußball-Derby, bei dem die Auseinandersetzung nur auf dem Rasen des Millerntorstadions stattfindet,“ so Tschentscher gegenüber Liga-Zwei.de.

Lotto King Karl mit Respekt vor St. Pauli

Klarer positioniert sich da verständlicherweise Lotto King Karl. Der Stadionsprecher des HSV und Vater der Hymne ‚Hamburg, meine Perle‘ will seine Rothosen siegen sehen. „Für den HSV ist es ein Endspiel, das er im Hinblick auf den angepeilten Aufstieg gewinnen muss“, knüpft der Musiker gleich das Derby an die übergeordneten Saisonziele seines Vereins. „Wenn der HSV das Spiel am Millerntor gewinnt, was ja auch mal fällig ist, dann biegt er auf eine super Zielgerade der Saison ein und ich hoffe natürlich, dass der HSV diesen Sieg schafft.“

Schlimm, dass er nicht beim HSV ist. (Lotto King Karl über Alex Meier)

Von den Spielern auf dem Rasen will er aber vollen Fokus auf die 90 Minuten: „Der HSV muss liefern und nicht wieder darüber nachdenken, was im Sommer passiert; wer dann auf dem Rathausbalkon steht. Damit gehst du mit der Panzerfaust aufs Charma los.“

Lotto King Karl und Kalle Schwensen

Lotto King Karl (l.) und Kalle Schwensen fiebern dem Derby entgegen. ©imago/Future image

Allerdings hat der Ur-Hamburger auch eine gehörige Portion Respekt vor dem Gegner, nicht nur auf Grund der Atmosphäre am Millerntor, sondern vor allem wegen einer Person: „St. Pauli ist jetzt auch wieder oben dran und hat einen Joker, den so im deutschen Fußball sonst keiner hat: Alex Meier Fußballgott. Schlimm, dass er nicht beim HSV ist.“

Schwensen tippt auf HSV

Anschauen wird sich Lotto die Partie übrigens nicht vor Ort, sondern im eigenen Volksparkstadion, wo ein Public Viewing angeboten wird. Live dabei sein dürfte hingegen Kiez-Legende Kalle Schwensen. Der Unternehmer hofft in erster Linie auf ein ansehnlicheres Spiel als im September: „Wenn ich an das Hinspiel denke: Da hat St. Pauli ganz klar einen Punkt gewonnen. Was der HSV damals geboten hat, war sehr dürftig. Jetzt ist die Frage, wie es im Rückspiel läuft.“

Was der HSV damals geboten hat, war sehr dürftig. (Kalle Schwensen über das Hinspiel)

Rückblickend auf die jüngsten Ergebnisse ärgert sich der frühere Tic Tac Toe-Manager etwas über die vergebenen Chancen: „St. Pauli hat Qualität, aber zuhause völlig unnötig gegen Mannschaften wie Aue verloren. Wenn sie diese Punkte nicht so leichtfertig vergeben hätten, wäre St. Pauli jetzt Tabellenführer.“ Als ausgewiesener Kenner der Stimmungslage auf dem Kiez glaubt Schwensen allerdings, dass den braun-weißen Anhang das nicht stört: „Die Fans hätten ja sowieso am liebsten, wenn der Verein in der vierten Liga spielen würde, dann könnten sie zu jedem Auswärtsspiel mit dem Fahrrad hinfahren.“ 

Sportlich geht der Box-Promoter von einem knappen Ergebnis mit dem besseren Ende für den HSV aus. „Die Stimmung jedenfalls wird bombastisch sein,“ ist sich der 65-Jährige sicher und beruhigt Bürgermeister Tschentscher: „Es wird alles friedlich bleiben, davon bin ich überzeugt.“