HSV: Legale Pyrotechnik gegen Karlsruhe

Klub holt Genehmigung ein

HSV-Fans zündeln beim Derby auf St. Pauli

Im Heimspiel gegen Karlsruhe wird es im Hamburger Volkspark ganz legal rauchen. ©imago images/Nordphoto

An das Abbrennen von Pyrotechnik und das Zünden von Rauchtöpfen dürften sich Fußball-Fans mittlerweile gewöhnt haben. Ebenso wie die Vereine an die darauf folgenden Strafen, die vom Sportgericht des DFB ausgesprochen werden. Einen anderen, legalen Weg wird der HSV im Heimspiel gegen den KSC am kommenden Samstag gehen: Zwischen dem Spielfeld und der Nordtribüne werden mit behördlicher Genehmigung Rauchsimulatoren eingesetzt.

Erster Schritt in Richtung Legalisierung?

„Dabei werden die pyrotechnischen Erzeugnisse von Fans unter Aufsicht der Feuerwehr gezündet. Zudem stehen genug Möglichkeiten bereit, einen unkontrollierten Verlauf sofort zu unterbinden“, gibt der Leiter der Abteilung Fankultur, Cornelius Göbel, auf der HSV-Homepage einen Einblick.

Dies soll aber nur der erste Schritt sein, um dauerhaft eine für alle Seiten akzeptable Lösung im Umgang mit Pyrotechnik zu finden, wie Göbel weiter erklärt: „Unser Antrieb ist es, Gefahren zu minimieren, den Austausch weiter voranzutreiben und für den geordneten Einsatz von Pyrotechnik zu sensibilisieren.“

Zustimmung auch vom KSC

Beim Pilot-Projekt wird auch der DFB ganz genau hinschauen, ob und wie die Umsetzung funktioniert. Auch bei anderen Vereinen soll das Experiment im Volkspark Interesse geweckt haben, wie die Bild (Ausgabe vom 05.02.2020) berichtet. Unter anderem die Verantwortlichen des 1. FC Heidenheim sollen sich bereits bei den Hanseaten erkundigt haben.

Auch beim Gegner aus Karslruhe wird am Samstag ganz genau hingeschaut. Solange die Pyrotechnik kontrolliert, nur vor dem Spiel und vor allem auf dem Feld, also weit weg von den Zuschauerrängen, abgebrannt wird, habe ich kein Problem damit. Das erzeugt ja schon eine gewisse Stimmung. Und demnach könnte ich mir vorstellen, dass wir das auch mal bei Spielen im Wildpark erleben“, macht KSC-Präsident Ingo Wellenreuther den eigenen Fans Hoffnung.