HSV: Marko Mihojevic kein Thema, Lasse Sobiech schon

Verstärkung für die Innenverteidigung lässt auf sich warten

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 27.08.20 | 07:09
Lasse Sobiech

Beim 1. FC Köln ausgemustert: Lasse Sobiech. © imago / Sportpressefoto

In der Saisonvorbereitung des Hamburger SV läuft es weiterhin nicht rund. Nach den Niederlagen gegen die dänischen Klubs FC Midtjylland (0:2) und Randers FC (1:2) zogen die Rothosen am gestrigen Mittwoch auch gegen den VfB Stuttgart den Kürzeren. Beim 2:3 gegen den Bundesliga-Aufsteiger gab es aber auch positive Aspekte wie den ersten Treffer von Neuzugang Simon Terodde, der offenbar keine lange Anlaufzeit benötigt und direkt zum erhofften Eckpfeiler im Angriff werden könnte.

Noch gesucht wird hingegen ein „Säulenspieler“ (Sportvorstand Jonas Boldt) für die Innenverteidigung. Während gegen Stuttgart die beiden Talente Jonas David und Stephan Ambrosius über die vollen 90 Minuten das Abwehrzentrum bildeten, blieb Ewerton noch auf der Bank. Der vor einem Jahr vom 1. FC Nürnberg gekommene Brasilianer ist nach seiner Tumor-OP aber auf einem guten Weg und könnte bald eine vollwertige Option darstellen. Wie auch Gideon Jung, der nach muskulären Problemen noch etwas Rückstand hat.

Obwohl mit Rick van Drongelen, der freilich mit einem Kreuzbandriss bis Jahresende ausfällt, noch ein weiterer Innenverteidiger unter Vertrag steht, deutete Sportvorstand Boldt zuletzt sogar an, dass noch zwei zentrale Abwehrspieler kommen könnten.

Sobiech wohl nicht erste Wahl

Kein Thema in diesem Zusammenhang ist allerdings nach Informationen des „kicker“ (Ausgabe 71/2020 vom 27.08.2020) der in den vergangenen Tagen mit dem HSV in Verbindung gebrachte Marko Mihojevic. Der 24 Jahre alte Bosnier spielte vergangene Saison auf Leihbasis und steht aktuell wieder im Aufgebot von PAOK Saloniki. Eine Rückkehr nach Deutschland ist grundsätzlich denkbar, doch der HSV verfolgt offenbar andere Spuren.

Eine davon führt laut „kicker“ weiterhin zu Lasse Sobiech, der schon seit geraumer Zeit immer wieder als potentieller Neuzugang gehandelt wird. Der 29-Jährige, 2013/14 bereits mit überschaubarem Erfolg beim HSV und danach vier Jahre lang Leistungsträger beim FC St. Pauli, wurde vom 1. FC Köln für die Suche nach einem neuen Klub freigestellt. Die Geißböcke würden Sobiech, dessen Vertrag noch bis 2022 läuft, sicherlich keine Steine in den Weg legen. Ähnlich wie der ebenfalls aus Köln gekommene Terodde müsste Sobiech allerdings in Hamburg Abstriche akzeptieren.

Erste Wahl scheint der 1,96 Meter große Defensivmann, der in der Luft kaum zu bezwingen ist, aber Tempodefizite aufweist, indes nicht zu sein. Andernfalls hätte der HSV längst Nägel mit Köpfen machen können, ist Sobiechs nicht vorhandene Perspektive in Köln doch längst bekannt.