HSV: Mit Stephan Ambrosius in die Zukunft?

Boldt verlängert

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 03.11.2020 | 12:33
Stephan Ambrosius gegen Aue.

Stephan Ambrosius ist nur noch bis Saisonende an den HSV gebunden. ©imago images/Picture Point

Update 12:35 Uhr
Während mit Spielern wie Ambrosius noch ein Austausch stattfindet, sind die Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand Jonas Boldt abgeschlossen. Sein Vertrag wurde bis 2023 verlängert: „Wir haben großes Vertrauen in Jonas‘ Arbeit und wollen die sportlich strategische Gesamtentwicklung fortsetzen“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Marcell Jansen.

Der ursprüngliche Artikel von 7:30 Uhr:
Nach nur einem Einsatz in der vergangenen Saison, ausgerechnet beim denkwürdigen 1:5 am letzten Spieltag gegen den SV Sandhausen, ist Stephan Ambrosius inzwischen aus der Innenverteidigung des Hamburger SV kaum mehr wegzudenken. Unabhängig davon, ob sich Trainer Daniel Thioune für eine Dreier- oder Viererkette entscheidet, hat der 21-Jährige seinen Platz sicher – und das natürlich nicht ohne Grund.

Ambrosius besticht sowohl mit Zweikampfstärke als auch mit Ruhe am Ball und Qualitäten im Aufbauspiel, was auch andernorts nicht unbeobachtet geblieben ist. Während Ex-Bundesliga-Profi Charles Akonnor in seiner Funktion als Nationaltrainer Ghanas um den gebürtigen Hamburger wirbt, der aufgrund seiner Wurzeln auch für das afrikanische Land auflaufen dürfte, plant der deutsche U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz wohl eine erneute Nominierung, nachdem Ambrosius im Oktober aufgrund einer Corona-Infektion nicht anreisen konnte. Unabhängig davon soll die Tendenz des Defensivmannes laut Bild eher zum DFB gehen.

Erstes Angebot bis 2024 nicht angenommen

Weil mit regelmäßigen, interkontinentalen Reisen zur ghanaischen Nationalmannschaft zusätzliche Strapazen verbunden wären, sähe man vermutlich auch beim HSV eine Entscheidung von Ambrosius für den DFB lieber. Weitaus wichtiger ist den Hamburger Verantwortlichen aber sicherlich, den nur noch bis 30. Juni 2021 laufenden Vertrag mit dem Youngster zu verlängern.

Zuvor eher stockende Gespräche wurden nach Informationen der „Bild“ vergangene Woche wieder aufgenommen und würden von Vereinsseite laut der Morgenpost gerne bis zum Jahresende mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen, um einen längeren Poker zu vermeiden. Klar ist, dass der aktuell eher zu den Geringverdienern zählende Ambrosius in der Gehaltshierarchie deutlich aufsteigen würde. Nach Möglichkeit dann ausgestattet mit einem langfristigen Arbeitspapier, sah ein vor wenigen Wochen abgegebenes HSV-Angebot doch eine Laufzeit bis 2024 vor.

Eine Einigung kam damals aber nicht zustande und ist auch nun keineswegs sicher. Einerseits, weil es sicherlich auch andere Optionen für Ambrosius gibt, dessen Berater natürlich um den gestiegenen Marktwert ihres Schützlings wissen. Andererseits aber auch, weil der HSV der „Morgenpost“ zufolge nicht dazu bereit ist, sämtliche Forderungen zu erfüllen, zumal Ambrosius im Falle eines Aufstieges erst noch seine uneingeschränkte Bundesliga-Tauglichkeit nachweisen müsste.