HSV: Top11 der letzten 25 Jahre

Butt, Hollerbach & Co.

Bernd Hollerbach beim HSV

Bernd Hollerbach lief neun Jahre für den HSV die Außenbahn entlang. ©Imago images/Baering

Auch wenn der Ball in der 2. Bundesliga momentan nicht rollt, bleibt noch der Blick in die Vergangenheit. Wir nehmen die letzten 25 Jahre dabei genau unter die Lupe und suchen die Top11 für jeden Zweitligisten.

Der Zeitraum ist dabei ganz bewusst gewählt. Die Redaktion von Liga-Zwei.de hat einen Altersschnitt von Mitte 30, das letzte Vierteljahrhundert im deutschen Profi-Fußball haben wir also bewusst miterlebt. Heute ist der HSV dran.

Tor & Abwehr

Im Tor gibt es eigentlich keine große Diskussion: Einen Keeper, der in einer Saison neun Tore schießt, dazu in einem Champions League Spiel trifft, der muss rein. Hans-Jörg Butt ist also unsere Nummer Eins.

Vor ihm setzen wir zentral auf Joris Mathijsen. Der 84-fache Nationalspieler der Niederlande kommt auf über 200 Partien für die Rothosen, schaffte es 2009 und 2010 ins Halbfinale der Europa League. An seiner Seite postieren wir Daniel Van Buyten, auch wenn er nur zwei Spielzeiten beim HSV hatte. Er verpasste 2004/05 keine Spielminute. Er wurde außerdem 2005 zum Helden, als er den von einem Trommelstock getroffenen und blutenden Alexander Laas eigenhändig aus der Gefahrenzone vor dem Fanblock trug.

Die Außenverteidiger sind Mehdi Mahdavikia, auch wenn er oft weiter vorne zu finden war, und Bernd Hollerbach. Der unerschrockene Dauerläufer darf in keiner HSV-Auswahl fehlen, hielt neun Jahre die Knochen für die Norddeutschen hin. Mahdavikia zeigte unter anderem 2002/03 mit starken 14 Assists in der Liga seine Flankenqualität. Außerdem war er mit einem Tor und zwei Vorlagen am sensationellen 4:4 gegen Juventus Turin beteiligt.

Mittelfeld

Mit David Jarolim setzen wir im Mittelfeld auf einen weiteren Dauerläufer. Der Tscheche ist womöglich einer der am meisten unterschätzen Bundesliga-Spieler im Bewertungszeitraum. Für die Eleganz neben dem Gelbe Karten sammelnden Jarolim sorgt Rafael Van der Vaart. Der Niederländer war vielleicht der größte Transfer-Coup in der Geschichte des HSV – und das gleich zweimal.

Sein erstes Engagement beendete er mit einer Saison mit zwölf Toren und zehn Vorlagen, nach seiner Rückkehr 2012 knüpfte er mit fünf Toren sowie zehn Vorlagen daran an. Insgesamt war der Spielmacher in 199 Pflichtspielen an 121 Toren direkt beteiligt.

Die rechte Außenbahnen besetzen wir mit Hasan Salihamidzic. „Brazzo“ erlebte seine erfolgreichen Zeiten natürlich beim FC Bayern, so torgefährlich wie in seinen beiden einzigen beiden kompletten Spielzeiten in Hamburg ( sieben Tore und zehn Tore) war er aber nie wieder.

Links wählen wir Marcell Jansen. Auch wenn er angeblich den Fußball nie geliebt hat, hatte er doch in 187 Partien sichtlich ein Herz für den HSV, dem er inzwischen sogar vorsteht.

Angriff

Im Sturm finden sich in den letzten 25 Jahren viele große Namen, dauerhaft Leistung brachten jedoch nicht so viele. Einer, auf den immer Verlass war, wenn es in den Sechzehner ging, war Sergej Barbarez. 66 Bundesliga-Tore in sechs Jahren HSV sprechen für sich. 2001 setzte sich der Bosnier mit 22 Treffern sogar die Torjägerkrone auf.

Eine ähnlich gute Quote hatte Mladen Petric. 38 Tore in der Liga sind ordentlich in vier Jahren, doch es war auch dank seiner jeweils neun Scorer-Punkte, dass es der HSV 2009 und 2010 jeweils ins Halbfinale der Europa League schaffte.

Die Top11 des HSV auf einen Blick

Hans-Jörg Butt – Mehdi Mahdavikia, Joris Mathijsen, Daniel van Buyten, Bernd Hollerbach – Hasan Salihamidzic, David Jarolim, Rafael Van der Vaart, Marcell Jansen – Mladen Petric, Sergej Barbarez.

Hier geht’s zu den weiteren, bisher erschienenen Top11.