Jahn Regensburg: Interne Optionen für die Innenverteidigung?

Abwehrzentrum aktuell nur noch dünn besetzt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 15.07.20 | 08:20
Benedikt Gimber

Künftig öfter im Abwehrzentrum? Benedikt Gimber kann auch Innenverteidiger spielen. © imago images / Sascha Janne

Mit Tim Knipping hat zu Wochenbeginn ein Innenverteidiger Jahn Regensburg ein Jahr vor Vertragsablauf den Rücken gekehrt, um sich Dynamo Dresden und der Mission Wiederaufstieg anzuschließen. Der 27-Jährige, der erst im Sommer 2019 ablösefrei vom SV Sandhausen gekommen war, schaffte es in der zurückliegenden Saison nicht, sich einen Stammplatz zu erkämpfen und war hinter Marcel Correia und Sebastian Nachreiner im Abwehrzentrum nur zweite Wahl.

Weil Abwehrchef Correia seinen auslaufenden Vertrag trotz eines seit Monaten vorliegenden Angebots noch immer nicht verlängert hat, ist Regensburg im Moment in Sachen Innenverteidigung nur sehr dünn besetzt. Neben dem bis 2022 gebundenen Urgestein Nachreiner steht nur noch Markus Palionis im Kader, der 2019/20 bei nur zwei Kurzeinsätzen allerdings kaum gefragt war und auch künftig in den Überlegungen von Trainer Mersad Selimbegovic nicht die ganz große Rolle spielen dürfte.

Gimber und Baack flexibel einsetzbar

Bei genauerem Hinsehen verfügt der Jahn aber auch ohne Knipping und gegebenenfalls Correia in der Innenverteidigung durchaus noch über Alternativen. Denn im Regensburger Kader finden sich mit Benedikt Gimber und Tom Baack zwei nominelle defensive Mittelfeldspieler, die mehr oder weniger große Teile ihrer Karriere im  Abwehrzentrum gespielt haben.

Gimber kam sowohl 2017/18 als auch nach seiner Rückkehr im vergangenen Sommer zwar überwiegend auf der Doppelsechs zum Zug, lief dazwischen in der Saison 2018/19 im Trikot des FC Ingolstadt öfter in als vor der Abwehr auf. Auch zuvor beim Karlsruher SC und im Nachwuchs der TSG 1899 Hoffenheim war Gimber eher Innenverteidiger als Sechser.

Baack war 2017/18 noch Kapitän und Abwehrchef der U19 des VfL Bochum, wurde nach nur vier Kurzeinsätzen beim Revierklub in der Folgesaison indes bei seinem Wechsel nach Regensburg im Mai 2019 als Allrounder für das defensive Mittelfeld, die Innenverteidigung und die rechte Abwehrseite vorgestellt. Bei seinen bislang nur vier Kurzeinsätzen im Jahn-Trikot kam der Junioren-Nationalspieler, der bei seinen bislang letzten Auftritten in der deutschen U20 Im November 2019 vor der Abwehr agierte, stets auf der Doppelsechs zum Zug.

Trotz der Vielseitigkeit von Gimber und Baack ist aber davon auszugehen, dass der Jahn auf den Knipping-Abgang mit der Verpflichtung eines neuen Innenverteidigers reagieren wird. Und sollte sich auch Correia zum Abschied entscheiden, könnte auch ein zweiter Neuer für das Abwehrzentrum kommen.