Jahn Regensburg: Julian Derstroff vor entscheidenden Wochen

Bislang nur vier Einsätze in dieser Saison

Julian-Maurice Derstroff

Julian-Maurice Derstroff (r.) kam in knapp zwei Jahren in Regensburg nicht über eine Nebenrolle hinaus. © imago images / Beautiful Sports

Die Hoffnung auf grünes Licht für die Bundesliga und die 2. Bundesliga seitens der Politik hat sich am gestrigen Donnerstag nicht erfüllt. Zumindest bis zum nächsten Mittwoch, an dem nun ein Votum von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten bezüglich der von der DFL geplanten Geisterspiele erwartet wird, müssen sich die Vereine damit weiter auf den Restart vorbereiten oder den genauen Termin zu kennen.

Besonders schwierig ist die aktuelle Situation natürlich für Spieler, deren Verträge am 30. Juni auslaufen und die vor einer ungewissen Zukunft stehen. Dazu zählt bei Jahn Regensburg Julian-Maurice Derstroff, der 2018 in der Hoffnung auf regelmäßige Spielzeit vom SV Sandhausen in die Oberpfalz gewechselt ist, bislang in knapp zwei Jahren aber nur auf acht Einsätze kam, allesamt als Einwechselspieler.

Nur kurzzeitig eine neue Perspektive

Als sich Linksverteidiger Chima Okoroji Ende Januar beim 0:2 gegen Greuther Fürth kurz vor der Pause verletzte und Derstroff in der zweiten Hälfte in ungewohnter Rolle eine sehr ordentliche Vorstellung ablieferte, schien sich vorübergehend eine neue Perspektive für den 28-Jährigen zu ergeben. Doch der gesetzte Okoroji meldete sich für das nächste Spiel direkt wieder fit, während Derstroff trotz Sonderlobes von Trainer Mersad Selimbegovic für seine Leistung gegen Fürth nur die Bank blieb.

Nach zwischenzeitlichen muskulären Problemen reichte es für den gebürtigen Rheinland-Pfälzer vor der Corona-Pause zwar beim Hamburger SV (1:2) wieder zu einer Einwechslung kurz vor Schluss, doch insgesamt sind die Aussichten Derstroffs in Regensburg wohl nicht allzu rosig. Auf den offensiven Außenbahnen hat der beidseitig einsetzbare Linksfuß unter anderem mit Jann George, Sebastian Stolze und Erik Wekesser einige Konkurrenten, die in der Gunst von Coach Selimbegovic höher stehen.

Nichtsdestotrotz wird Derstroff nichts unversucht lassen, um sich für die verbleibenden neun Saisonspiele als echte Alternative aufzudrängen – und sich so vielleicht doch noch für einen neuen Vertrag beim Jahn zu empfehlen.