Jahn Regensburg: Weiter mit Mersad Selimbegovic?

Verlängerung mit dem Trainer gilt als wahrscheinlich

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 10.12.20 | 07:30
Mersad Selimbegovic

Seit Sommer 2019 Chefcoach beim Jahn: Mersad Selimbegovic. © imago images / Zink

Zwischenzeitlich drei Niederlagen in Folge beim SC Paderborn (1:3), gegen den VfL Osnabrück (2:4) und bei Greuther Fürth (1:3) ließen Jahn Regensburg nach einem guten Start mit neun Punkten aus den ersten fünf Spielen nahe an die gefährdete Zone rutschen. Mit den jüngsten beiden Siegen gegen die Würzburger Kickers (2:1) und bei Erzgebirge Aue (2:0) konnten sich die Oberpfälzer aber Luft verschaffen und kletterten sogar bis auf den neunten Tabellenplatz.

Mit den zuletzt eingefahrenen sechs Punkten hat sich der Jahn auch ein Polster für die anstehenden, schweren Aufgaben bis Weihnachten gegen Holstein Kiel, beim 1. FC Heidenheim und gegen Hannover 96 verschafft. Ein einigermaßen entspanntes Weihnachtsfest ist damit zumindest in Sichtweite, was nach der Pleitenserie im Oktober und November noch nicht der Fall war, zumal in dieser Phase im Umfeld auch Kritik an Trainer Mersad Selimbegovic laut wurde.

Neuer Vertrag nur Formsache?

Der 38 Jahre alte Fußball-Lehrer, der im Sommer 2019 vom Co-Trainer zum Nachfolger des seinerzeit zum 1. FC Köln gewechselten Achim Beierlorzer ernannt wurde, hat es mit seiner unaufgeregten Art wieder geschafft, seine Mannschaft in die Spur zu bringen und Argumente in eigener Sache gesammelt.

Ohnehin aber genießt Selimbegovic bei den Verantwortlichen um Geschäftsführer Christian Keller hohe Wertschätzung. Schließlich ist es dem einstigen Jahn-Profi wie im Vorjahr erneut gelungen, die Abgänge von wichtigen Spielern zu kompensieren und dennoch eine mehr als konkurrenzfähige Mannschaft zu formen, die zuletzt auch deutliche Fortschritte in spielerischer Hinsicht auf den Platz brachte.

Nicht nur der „kicker“ (Ausgabe 101/2020 vom 10.12.2020) geht nun davon aus, dass eine Verlängerung von Selimbegovic‘ auslaufendem Vertrag nur eine Frage der Zeit ist. Die zumindest kurze Pause nach Weihnachten würde sich diesbezüglich anbieten. Erst recht natürlich, wenn der jüngste Positivtrend in den kommenden Spielen fortgesetzt werden kann.