1. FC Heidenheim: Druck auf Stuttgart und den HSV

Nur noch ein Punkt bis Platz zwei

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 23.05.20 | 07:30
Frank Schmidt

Erster Sieg seit 7. März: Frank Schmidt. © imago images / foto2press

Die erste Partie nach der Corona-Pause hat der 1. FC Heidenheim beim VfL Bochum (0:3) komplett in den Sand gesetzt und es so auch verpasst, von den Patzern der Top-Teams auf den ersten drei Plätzen zu profitieren. Die Antwort auf die Pleite von Bochum ließ indes nicht lange warten. Mit dem 1:0-Sieg am Freitagabend gegen den SV Wehen Wiesbaden machte der FCH die Niederlage wett und rückte zumindest vorerst bis auf einen Punkt an den zweitplatzierten Hamburger SV und den VfB Stuttgart auf Rang drei heran.

„ Die Mannschaft hat heute eine Reaktion gezeigt. ”
Frank Schmidt

„Die Mannschaft hat heute eine Reaktion gezeigt nach der schwachen Leistung in Bochum. Wir haben uns den Sieg erarbeitet, weil jeder dran geglaubt hat und jeder bis zum Schluss gekämpft hat. Der Sieg sollte uns Selbstvertrauen geben“, kommentierte Trainer Frank Schmidt die Leistung seiner Schützlinge auf der vereinseigenen Webseite sehr zufrieden.

Hohe Hürde am Millerntor

Zum Matchwinner avancierte der wie schon in Bochum wiederum nur eingewechselte Tobias Mohr. Der Winterneuzugang von Greuther Fürth traf per Freistoß sehenswert zum Sieg und brachte den FCH in eine komfortable Situation. Sollten der HSV und/oder Stuttgart, die gegen Arminia Bielefeld sowie bei Holstein Kiel vor keinen einfachen Aufgaben stehen, ihre Spiele nicht gewinnen, wäre Heidenheim richtig dick im Geschäft.

Allerdings steht auch der Schmidt-Elf eine hohe Hürde bevor. Am Mittwoch geht es zum formstarken FC St. Pauli, der seit sechs Heimspielen ungeschlagen ist und während dieser Phase 14 von 18 möglichen Punkten holte. Erobert Heidenheim das Millerntor dennoch, scheint im Endspurt, der unter anderem auch noch ein Heimspiel gegen den HSV umfasst, alles möglich.