1. FC Heidenheim: Frank Schmidt für Abschaffung der Relegation

Klub vermeldet drei weitere Abgänge

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 11.07.20 | 07:26
Frank Schmidt

Für drei direkte Aufsteiger: Frank Schmidt. © imago images / eu-images

Die Enttäuschung über den knapp verpassten Aufstieg in die Bundesliga ist beim 1. FC Heidenheim auch fünf Tage nach dem 2:2 im Relegations-Rückspiel gegen den SV Werder Bremen noch vorhanden. Auch bei Trainer Frank Schmidt, der sich nun im Podcast DerSechzehner mit Ewald Lienen und Michael Born ausführlich zu Wort meldete.

Plädoyer für drei direkte Aufsteiger
„ Am Ende sollte normalerweise jeder das bekommen, was er verdient. ”
Trainer Frank Schmidt

Dabei machte Schmidt unter anderem kein Geheimnis daraus, kein Freund der Relegation zu sein. Stattdessen plädierte der FCH-Coach für die Rückkehr zum bis 2008 gültigen Modus mit drei direkten Ab- und Aufsteigern. „Es wäre schön, wenn man am Ende den Lohn für eine gesamte Saison bekommt und nicht noch abhängig von zwei Spielen ist“, so der 46 Jahre alte Fußball-Lehrer, der auch durchblicken ließ, dass sich sein Team den Sprung ins Oberhaus anders als lange strauchelnde Bremer den Klassenerhalt eigentlich erarbeitet hatte: „Am Ende sollte normalerweise jeder das bekommen, was er verdient.“

Keine neuen Verträge für Multhaup und Owusu

Während Schmidt aufgrund der fehlenden Zuschauer in Corona-Zeiten auch die in der Relegation letztlich zuungusten des 1. FC Heidenheim entscheidende Auswärtstorregelung hinterfragte, hat das Rückspiel gegen Bremen für den Verein noch Folgen. Weil während der zweiten Halbzeit mehrere Klubmitarbeiter und Familienangehörige der Spieler unerlaubterweise auf der Tribüne auftauchten und damit laut der DFL „offenkundig gegen das medizinisch-organisatorische Konzept der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb verstoßen“ worden ist, wurde der FCH mit einer Geldstrafe in nicht genannter Höhe bedacht.

Unterdessen gehen die Personalplanungen auf dem Schloßberg weiter. Nachdem schon Sebastian Griesbeck (1. FC Union Berlin) und Timo Beermann (VfL Osnabrück) den Verein verlassen hatten, gab der FCH nun auch die Abgänge von David Otto, Maurice Multhaup und Andrew Owusu bekannt. Während Otto nach einjähriger Ausleihe zur TSG 1899 Hoffenheim zurückkehrt, sind Multhaup und Owusu nach Ablauf ihrer Verträge noch ohne neuen Verein.