1. FC Heidenheim: Immer tiefer in der Krise

Nun droht sogar die rote Laterne

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 21.10.17 | 09:13
Frank Schmidt

Dre Niederlagen in Serie: Frank Schmidt © Imago

Mit dem gestrigen 0:3 beim FC Ingolstadt hat der 1. FC Heidenheim seine dritte Niederlage in Serie kassiert und wartet nunmehr seit fünf Spielen auf den dritten Saisonsieg. Sollte die SpVgg Greuther Fürth heute beim 1. FC Union Berlin punkten und der 1. FC Kaiserslautern morgen gegen den MSV Duisburg gewinnen, würde der FCH sogar ans Tabellenende abrutschen.

Dieses Szenario droht ohne beträchtliche Steigerung indes in den nächsten Wochen weiter, denn nach dem Pokalspiel am Mittwoch beim SSV Jahn Regensburg warten mit dem 1. FC Nürnberg (H), Fortuna Düsseldorf (A), dem 1. FC Union Berlin (H) und dem SV Sandhausen (A) nacheinander vier Mannschaften aus dem vorderen Bereich der Tabelle auf die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt.

Probleme vorne wie hinten

Ein wesentliches Problem ist die defensive Anfälligkeit, sind die kassierten 23 Gegentore doch die schlechteste Bilanz aller Zweitligisten. „Da fehlt dann irgendwann die Grundlage, um erfolgreich zu spielen. Mit so vielen Gegentoren läuft man immer seinem eigenen Rückstand hinterher“, kritisiert denn auch Torwart Kevin Müller in der Heidenheimer Zeitung die vielen Einschläge in seinem Kasten.

„ Es ist einfach schlecht zurzeit. ”
Timo Beermann

Alleine die Defensive für die Misere verantwortlich zu machen, wäre allerdings auch nicht gerechtfertigt. Vielmehr führt Innenverteidiger Timo Beermann nicht zu Unrecht an, dass es auch im Offensivspiel hapert: „Wir haben zu wenig Entlastung, wir spielen zu wenig nach vorn. Es ist einfach schlecht zurzeit. Wenn man ehrlich ist, dann hatten wir über das gesamte Spiel nicht eine richtige Torchance.“

Es gibt auf jeden Fall zahlreiche Baustellen, die möglichst schnell abgearbeitet werden müssen. Zweifel am Trainer, die andernorts in einer ähnlichen Situation rasch aufkommen würden, gibt es hingegen nicht. Nach zehn Jahren im Amt hat sich Frank Schmidt so großes Vertrauen erarbeitet, dass ihm die Wende weiterhin zugetraut wird.

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