1. FC Heidenheim: Kooperation mit dem VfB Stuttgart?

Talente der Schwaben künftig auf der Ostalb?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 17.11.17 | 09:41
1. FC Heidenheim

Spielen bald verstärkt Talente des VfB Stuttgart auf der Ostalb? © Imago

Einige Profiklubs wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen oder auch der VfL Bochum und der 1. FC Heidenheim haben in den letzten Jahren ihre zweite Mannschaft abgemeldet. Da zuletzt kaum Spieler über diesen Weg den Sprung zu den Profis schafften, die Kosten für den Unterhalt eines Regionalliga-Kaders aber durchaus stattlich sind, denkt aktuell auch der VfB Stuttgart darüber nach, auf einen Unterbau zu verzichten.

Stuttgarts Manager Michael Reschke hat bei der DFL in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, ein Zweitspielrecht wie in Österreich einzuführen, wo Spieler von Red Bull Salzburg auch beim in der zweiten Liga beheimateten Farmteam FC Liefering eingesetzt werden und so auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln können, gleichzeitig für den Stammverein aber stets verfügbar sind.

Ob ein solches Zweitspielrecht kommt, ist zwar im Moment noch völlig offen, doch der VfB Stuttgart befindet sich dennoch schon auf der Suche nach einem möglichen Kooperationspartner aus der Region. Sowohl mit der SG Sonnenhof Großaspach als auch laut der Heidenheimer Zeitung mit dem 1. FC Heidenheim stehen die Schwaben diesbezüglich bereits im Austausch.

Zusammenarbeit in mehreren Bereichen denkbar

Heidenheims Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald wollte sich zum Stand der Gespräche in der „Heidenheimer Zeitung“ nicht wirklich detailliert äußern, betonte aber sehr entschieden die Eigenständigkeit des Klubs, die auch definitiv beibehalten werden soll: „Den FCH als Farmteam des VfB Stuttgart wird es sicherlich nicht geben, weil der maximale sportliche Erfolg schon seit jeher der oberste Antrieb für all unser Tun und Handeln ist.“

Eine intensivere Zusammenarbeit mit dem VfB werde es laut Sanwald generell nur dann geben, wenn dadurch „die Wahrscheinlichkeit auf unseren maximalen sportlichen Erfolg erhöht“ würde.

Während in Sachen Zweitspielrecht und eine Kooperation im Profibereich betreffend wohl noch einige Gespräche nötig sind, ist laut der „Heidenheimer Zeitung“ aber auch eine Zusammenarbeit in anderen Bereichen wie dem Scouting, der Talentsichtung oder der Aus- und Weiterbildung von Nachwuchstrainern Gegenstand der Unterredungen, die im neuen Jahr fortgesetzt werden sollen.

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