1. FC Heidenheim: Späte Tore nicht immer genug

Fast nur in der Schlussphase gefährlich

Stefan Schimmer vom 1. FC Heidenheim

Stefan Schimmer war auch gegen den VfL Bochum spät erfolgreich. ©imago images/Nordphoto

Die kleine Serie von vier ungeschlagenen Spielen endete für den 1. FC Heidenheim am Sonntag abrupt mit einer unerwarteten Niederlage gegen bis dahin noch sieglose Bochumer. Mit leichten Fehler lud der FCH die Gäste zu zwei frühen Toren ein. Nach dem Spiel lobte Trainer Frank Schmidt dennoch die Bemühungen seiner Elf.

„Was man der Mannschaft aber defintiv zugute halten muss, und dass will ich auch nicht unterschlagen, war die Art und Weise, wie man alles versucht hat, nochmal zurückzukommen.“, wurde das Trainer Ur-Gestein nach dem Spiel auf der FCH-Homepage zitiert.

Gefährliches Ungleichgewicht

Dass sein Team hinten raus zulegen kann, ist keine Überraschung, nur war ein spätes Tor gegen Bochum nicht genug. Mit neun Toren in der letzten Viertelstunde ist niemand in der Schlussphase gefährlicher als Heidenheim.

Das liegt unter anderem an der Qualität, die Frank Schmidt noch von der Bank bringen kann. Fünf Jokertore sind ebenfalls ein starker Wert. Zwei davon gehen auf das Konto von Stefan Schimmer, der so bei jeder zweiten Einwechslung trifft.

An dieser Statistik, die an sich positive Aspekte wie eben die Qualität der Reservisten oder auch eine gute Kondition und starken Willen belegen kann, ist beim FCH aber auch ein Ungleichgewicht abzulesen.

Insgesamt erzielten die Kicker von der Ostalb nämlich nur 15 Tore. Damit ist ein überproportionaler Anteil von Toren in den letzten 15 Minuten erzielt worden. Frühe Führungen gibt es daher so gut wie nie. Nur einmal lag Heidenheim zur Pause vorne, was praktisch immer eine Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel nötig macht, zumindest in der Offensive.

Denn Gegentore in Durchgang eins sind eigentlich ebenso selten, ein bisschen Druck auf das Gaspedal, etwa in Form einer der angesprochenen Einwechslungen, ist dann häufig ausreichend, um etwas Zählbares mitzunehmen.

Ob diese Rechnung nach der Länderspielpause wieder aufgeht? Dann reist der 1. FC Heidenheim nämlich zum SV Wehen Wiesbaden. Der Aufsteiger ist nach zwei Siegen in Folge nicht nur endlich in der 2. Bundesliga angekommen, sondern mit acht Treffern auch das zweit-gefährlichste Team der ersten Halbzeit.

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