1. FC Heidenheim: Wieder auf Kurs – dank Marc Schnatterer

Kapitän endgültig wieder in Form

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 20.11.17 | 08:08
Marc Schnatterer

Tor und Vorlage an seinem 32. Geburtstag: FCH-Kapitän Marc Schnatterer © Imago

Nach fünf sieglosen Spielen in Folge war rund um den 1. FC Heidenheim vor dem Pokalspiel am 25. Oktober beim SSV Jahn Regensburg eine lange nicht gekannte Krisenstimmung zu spüren und es gab durchaus Beobachter, die die Befürchtung hegten, dass die Zeit von Trainer Frank Schmidt nach gut zehn Jahren enden könnte.

Keinen Monat später hat sich jegliche Trainerdiskussion, die intern freilich ohnehin nicht geführt wurde, aber erledigt. Beginnend mit dem 5:2 in Regensburg ist der FCH mittlerweile seit vier Spielen ungeschlagen und hat die zuvor maue Ausbeute von acht Punkten aus elf Ligaspielen in den jüngsten drei Begegnungen beinahe verdoppelt.

Und das bemerkenswerterweise gegen Gegner aus dem oberen Tabellendrittel. Nach vier Punkten aus den Spielen gegen den 1. FC Nürnberg (1:0) und bei Fortuna Düsseldorf (2:2) besiegte Heidenheim am gestrigen Samstag den 1. FC Union Berlin nach spektakulären 90 Minuten mit 4:3.

Erste Treffer erst am zehnten Spieltag

Zum Mann des Tages avancierte gegen die Eisernen Marc Schnatterer, was in den letzten Jahren keine Seltenheit war, zu Beginn dieser Saison aber schon.

Erst am zehnten Spieltag gelangen dem Kapitän seine ersten beiden Saisontore, mit denen die 3:5-Pleite gegen Holstein Kiel aber auch nicht verhindert werden konnte. Nach einem schwachen Auftritt beim 0:3 in Ingolstadt traf Schnatterer dann zwar in Regensburg noch nicht, trug aber mit einer guten Vorstellung seinen Teil zum Einzug ins Pokal-Achtelfinale bei.

Vier Scorerpunkte in den letzten beiden Spielen

Auch beim 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg überzeugte Schnatterer als Teamspieler, aber nicht als Entscheider. Dafür war der erfahrene Offensivmann beim 2:2 in Düsseldorf mit einer Vorlage und dem in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum Endstand verwandelten Elfmeter ein entscheidender Faktor.

Und gestern gegen Union Berlin, just an seinem 32. Geburtstag war Schnatterer Wegbereiter der 1:0-Führung durch John Verhoek und traf selbst mit einem satten Freistoß aus über 25 Metern zum zwischenzeitlichen 3:1.

In Heidenheim hat man nun natürlich die Hoffnung, dass Schnatterer nach insgesamt 32 Toren und 37 Assists in 116 Zweitliga-Spielen auch in Zukunft derart effektiv sein wird wie in den letzten Wochen.

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