Heidenheim bleibt unangenehm

FCH überzeugt mit geschlossener Mannschaftsleistung

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 08.10.18 | 16:04
Marnon Busch gegen Marcel Hartel

Aggressive Zweikämpfer: Marnon Busch (r.) und Co. ließen gegen Union Berlin nur wenig anbrennen. ©Imago/Contrast

Für die Partie an der Alten Försterei hatte sich Heidenheims Trainer Frank Schmidt etwas einfallen lassen. In einem 4-3-3 sollten Griesbeck, Andrich und Dorsch das Zentrum dicht halten, die Außen Schnatterer und Dovedan sowie die einzige Spitze Glatzel den Gegner bereits beim Spielaufbau stören.

„Wir wollten diszipliniert verteidigen und Räume schließen – außerdem durch eigenen Ballbesitz Union nicht gefährlich werden zu lassen, was uns gelungen ist“, resümierte denn auch Schmidt auf der Vereinshomepage.

Glatzel eiskalt – Neuzugänge überzeugen

Die Systemumstellung zeigte letztlich auch Erfolge, da im Sturm wieder einer Knipste, der derzeit einen Lauf hat: Robert Glatzel erzielte bereits sieben Treffer in neun Partien. Anders als gegen Union Berlin, als er in der 56. Minute einnetzte, erweist sich Glatzel dabei durchaus auch als Last-Minute-Goalgetter, traf dreimal in der Schlussviertelstunde. Nur Fürths Keita-Ruel ist in dieser Hinsicht noch gefährlicher.

Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor für Heidenheim ist die gute Integration der Neuzugänge Dorsch und Andrich, die das Mittelfeldzentrum kompakt hielten. Dass Heidenheim dann in der Nachspielzeit noch einen Treffer kassiert, ist eher untypisch.

Luft nach oben in der ersten Halbzeit

Verbesserungsbedarf hat die Schmidt-Elf eher in Halbzeit eins. Nur einmal gingen Schnatterer und Co. mit einer Führung in die Pause, was sicherlich auch der Fokussierung auf die Defensive geschuldet ist.

Gegen den kommenden Gegner aus Magdeburg wäre allerdings auch eine andere Herangehensweise sinnvoll. Denn der Aufsteiger weist bislang mit einem Torverhältnis von 3:7 eine äußerst durchwachsene Bilanz in den ersten 45 Minuten auf. Beim jüngsten 2:2 im Derby gegen Dresden lag der FCM gar mit 0:2 zur Pause zurück. Für den FCH könnte sich daher eine etwas offensivere Herangehensweise in der ersten Halbzeit lohnen.

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