VfB Stuttgart: Al Ghaddioui trifft und trifft und trifft

Ex-Trainer Andreas Golombek entdeckte ihn zufällig

Hamadi Al Ghaddioui gegen Bielefeld.

Mit vier Treffern ist Hamadi Al Ghaddioui bislang Stuttgarts treffsicherster Angreifer. ©imago images/eu-images

Vier Tore steuerte Hamadi Al Ghaddioui bislang zum zweiten Tabellenplatz des VfB Stuttgart bei. Der Sprung des Angreifers von Jahn Regensburg zu den ambitionierten Schwaben darf daher guten Gewissens als gelungen bezeichnet werden. Ganz am Anfang seines persönlichen Aufstiegs stand allerdings eine Einwechslung für die U23 von Bayer Leverkusen.

In der Saison 2013/14 war das, als der Bundesligist entschied, seine zweite Mannschaft nach der Spielzeit aus der Regionalliga West abzumelden. Das vernahm auch Andreas Golombek, damals als Cheftrainer beim SC Verl in der Verantwortung. Also schnappte er sich seinen Co Andreas Pavkovic und schaute bei einem Spiel vorbei.

Torjäger & Vorbereiter

„Hamadi kam rein und irgendwie hat er eine Art, Fußball zu spielen, die uns gefallen hat: Gute Geschwindigkeit, sehr ballsicher“, schwärmt Golombek gegenüber Liga-Zwei.de noch heute von seinem ersten Eindruck. Der 51-Jährige überzeugte Al Ghaddioui von Verl und wurde belohnt: Zwölf Saisontore erzielte der großgewachsene Angreifer im ersten, 16 im zweiten Jahr.

Seinen Torriercher stellte der gebürtige Bonner auch bei seinen weiteren Stationen BVB II, Lotte und Regensburg unter Beweis. Zu seinem eingangs erwähnten, treffsicheren Start in Stuttgart merkt Golombek jedoch an: „Er hätte schon viel mehr Tore machen können.“ Als Kritik an Al Ghaddioui ist das aber nicht gemeint, im Gegenteil: „Hama ist auch ein Teamplayer. Wenn er einen besser positionierten Spieler sieht, gibt er die Kugel ab. Nicht jeder Stürmer ist so.“

Kaum aus der Ruhe zu bringen

Beim VfB, der es in Anbetracht seiner individuellen Qualität in der laufenden Spielzeit häufig mit defensiv eingestellten Gegnern zu tun bekommt, ist diese Mischung aus Übersicht und Mannschaftsdienlichkeit selbstverständlich gerne gesehen. Dafür bedarf es jedoch auch Geduld, die Golombek bei seinem ehemaligen Schützling bereits in Verl bewunderte: „Egal was passiert, er hat immer 80 Puls. Er ist einfach ein ruhiger und besonnener Typ.“

Eben diese Besonnenheit hat Golombek als einen Faktor ausgemacht, warum er Al Ghaddioui – übrigens bis 2021 an den VfB gebunden – auch nach einem möglichen Aufstieg noch als wichtigen Teil der Mannschaft ausmacht: „Er hat eine wahnsinnige Geschwindigkeit, auch wenn man das nicht so glaubt mit seinen langen Beinen. Er hat unheimlich Raumgewinn und wird dadurch auch seine Tore in der 1. Liga machen.“

In Stuttgart werden sie dieses abschließende Urteil gerne hören.

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