VfB Stuttgart: Carlos Embalo soll kommen

Holt Luhukay seinen Ziehsohn Hosogai?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 15.01.21 | 12:52

Der Abstieg ist mittlerweile zumindest einigermaßen verdaut, doch mit den Planungen für die neue Saison ist man beim VfB Stuttgart bislang noch nicht wirklich vorangekommen. Mit der Verpflichtung von Trainer Jos Luhukay wurde zwar die wohl wichtigste Personalie geklärt, doch ein Nachfolger für den entlassenen Sportvorstand Robin Dutt ist noch nicht in Sicht und in Bezug auf den Kader gibt es zahlreiche offene Fragen.

Insbesondere im Offensivbereich wird der VfB wohl nahezu runderneuert in die neue Saison gehen. Nachdem der ablösefreie Wechsel von Daniel Didavi zum VfL Wolfsburg schon seit Wochen klar ist, hat sich Leihstürmer Artem Kravets bereits verabschiedet und auch Martin Harnik wird seinen auslaufenden Vertrag sicherlich nicht verlängern.

Für Timo Werner und Filip Kostic gibt es derweil eine Reihe von Interessenten, die auch zur Zahlung einer jeweils zweistelligen Millionenablöse in der Lage sind. Werner und Kostic dürften folglich kommende Saison auch nicht mehr im VfB-Trikot zu sehen sein und mit geschätzten 25 Millionen Euro Ablöse dazu beitragen, die geringeren TV- und Zuschauereinnahmen zu kompensieren.

Zwei Millionen Euro für Embalo?

Bleibt von der einst durchaus gefürchteten VfB-Offensive nur noch Daniel Ginczek, der nach einem Kreuzbandriss aber frühestens im Herbst, womöglich auch erst nach der Winterpause wieder eingreifen kann.

Klar ist deshalb, dass in diesem Bereich etwas passieren muss und wird. Ein Kandidat für die offensiven Außenbahnen ist offenbar Carlos Embalo, der zuletzt von US Palermo an Brescia Calcio verliehen war und in der abgelaufenen Saison der Serie B in 40 Spielen auf fünf Tore und elf Vorlagen kam.

Nach Informationen der „Bild“ hat es vor wenigen Tagen bereits ein Treffen zwischen Embolos Beratern und dem bisherigen Dutt-Assistenten Joachim Cast gegeben. Im Gespräch ist demnach ein Vertrag über drei Jahre für den 21 Jahre alten Guineer mit portugiesischem Pass. der rund zwei Millionen Euro Ablöse kosten würde.

Darüber hinaus denkt man beim VfB laut den „Stuttgarter Nachrichten“ auch über Hajime Hosogai nach. Der Japaner spielte bereits beim FC Augsburg und bei Hertha BSC unter Trainer Luhukay, der die Qualitäten des 29 Jahre alten Mittelfeldabräumers sehr schätzt. Hertha BSC würde dem in der abgelaufenen Saison an Bursaspor verliehenen Hosogai, der in Stuttgart die Nachfolge des allem Anschein nach wechselwilligen Serey Die antreten könnte, nun kaum Steine in den Weg legen.