VfB Stuttgart: Entscheidung im Fall Großkreutz offen

Trennung nicht ausgeschlossen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 15.01.21 | 12:56
Kevin Großkreutz

Läuft Kevin Großkreutz noch einmal im VfB-Trikot auf? © Imago

Sportlich läuft es beim VfB Stuttgart im Jahr 2017 mit fünf Siegen aus fünf Spielen hervorragend. Die gute Ausgangslage im Kampf um den Aufstieg ist im Moment aber nur ein Randthema. Vieles wird überlagert durch den Fall Kevin Großkreutz. Nachdem der Weltmeister am Montagabend nach einer körperlichen Auseinandersetzung zu vorgerückter Stunde ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, gab es inzwischen mehrere Gespräche zwischen Verein und Spieler. Wie es mit Großkreutz weitergeht, soll nun zeitnah entschieden werden, damit der Fokus wieder auf das Wesentliche gerichtet werden kann.

„ Wir haben ein diffuses Gesamtbild, das noch nicht abgeschlossen ist. ”
Wolfgang Dietrich

„Wir haben mit Kevin geredet, aber auch mit anderen Beteiligten. Das ergibt ein diffuses Gesamtbild, das noch nicht abgeschlossen ist“, ließ Präsident Wolfgang Dietrich gegenüber den Stuttgarter Nachrichten aber durchblicken, dass man von einer Entscheidung noch ein Stück entfernt ist.

Klar ist, dass der Vorfall für Großkreutz Konsequenzen haben wird. Auch, da es dem Verein kaum gefallen haben dürfte,dass Großkreutz nachts unterwegs war anstatt nach einer Fußprellung alles für sein Comeback zu tun. Und dazu gehört es definitiv, ausreichend zu schlafen und professionell zu leben.

Schindelmeiser offenbar mächtig verärgert

Sowohl Präsident Dietrich als auch Sportvorstand Jan Schindelmeiser wollen deshalb nicht ohne Weiteres „zur Tagesordnung übergehen“, unabhängig davon, inwieweit Großkreutz bei der Auseinandersetzung Opfer oder Täter war. Gerade Schindelmeiser soll laut den „Stuttgarter Nachrichten“ mächtig verärgert darüber sein, dass ein Nebenkriegsschauplatz für Ablenkung sorgt.

Aktuell lässt sich kaum prognostizieren, wie der Verein mit Großkreutz verfahren wird. Abgesehen davon, dass ein Einsatz in den kommenden beiden Spielen zum einen wegen der Fußprellung, zum anderen aber auch wegen der nun erlittenen Kopfverletzungen nicht möglich ist. Wahrscheinlich ist zwar, dass sich der VfB letztlich schützend vor den Spieler stellt und Großkreutz mit einer Geldstrafe für den nächtlichen Ausflug weggkommt, aber auch schwerwiegendere Konsequenzen bis hin zur Trennung ist im Moment nicht völlig ausgeschlossen.

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