VfB Stuttgart: Heißer Konkurrenzkampf im Abwehrzentrum

Tim Walter vor kniffligen Entscheidungen

Marc-Oliver Kempf

Marc-Oliver Kempf soll nach der Länderspielpause wieder einsatzbereit sein. © imago images / eu-images

Mit elf Punkten und Platz zwei fällt die Zwischenbilanz des VfB Stuttgart nach fünf Spieltagen positiv aus. Die Schwaben haben das Ziel direkter Wiederaufstieg erfolgsversprechend in Angriff genommen, dabei aber noch längst nicht restlos überzeugt. Sowohl offensiv als auch und vor allem im Defensivverhalten ist noch reichlich Luft nach oben vorhanden.

An den ersten fünf Spieltagen blieb Stuttgart nur beim 0:0 in Aue ohne Gegentor, ließ ansonsten fünf Gegentreffer zu und agierte mehrfach anfällig. So auch am Montag beim 2:1-Erfolg gegen den VfL Bochum, nach dem Trainer Tim Walter offen das Zweikampfverhalten seiner Schützlinge bemängelte.

Zugleich brachte Walter in diesem Zusammenhang die Hoffnung auf die baldige Rückkehr von Kapitän Marc-Oliver Kempf zum Ausdruck, der in Aue und gegen Bochum aufgrund von muskulären Problemen im Oberschenkel fehlte, nach der Länderspielpause bei Jahn Regensburg aber wieder zur Verfügung stehen soll.

Vierkampf um zwei Plätze

Dann steht Coach Walter vor kniffligen Entscheidungen, bewerben sich doch neben Kempf mit Holger Badstuber, Nathaniel Philipps und Maxime Awoudja drei weitere Innenverteidiger um voraussichtlich nur noch einen Platz. Dabei dürfte der im Sommer von nicht wenigen Beobachtern schon weitgehend abgeschriebene Badstuber, der seine Chance genutzt hat und bislang abgesehen von Kempf die verlässlichste Größe im Defensivzentrum war, die besten Karten haben.

Mit Kempf und Badstuber würden dann zwar zwei Linksfüßer die Innenverteidigung bilden, während mit Philipps und Awoudja zwei Akteuren mit starkem rechten Fuß nur die Bank bliebe. Dass Trainer Walter nicht die oberste Priorität darauf legt, einen Links- und einen Rechtsfuß in der Innenverteidigung zu haben, ließ aber bereits der Saisonauftakt erkennen, als neben Kempf mit Marcin Kaminski ein weiterer Linksfuß begann, der dann aber einen Kreuzbandriss erlitt.

Theoretisch möglich wäre es dank des Angebots an Innenverteidigern, eine Dreierkette aufzubieten. Doch schon vergangene Saison in Kiel wich Walter nie von der Viererkette ab und zuvor beim FC Bayern München II in nur sehr wenigen Ausnahmefällen. Eine Umstellung auf Dreier- oder Fünferkette ist daher kaum zu erwarten, zumal bei dieser Variante ein Platz weniger im ebenfalls stark besetzten Mittelfeld vorhanden wäre.

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