VfB Stuttgart: In der Pole Position

Aufstieg nach überzeugendem Auftritt gegen Sandhausen selbst in der Hand

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 18.06.20 | 07:08
Pellegrino Matarazzo

Zufrieden mit dem Auftritt gegen Sandhausen: Pellegrino Matarazzo. © imago images / Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat die Vorlagen des Hamburger SV und des 1. FC Heidenheim, die am Dienstag jeweils nicht über ein Unentschieden hinausgekommen waren, dankend angenommen. Gegen den SV Sandhausen landeten die Schwaben am Mittwochabend einen enorm wichtigen Dreier, mit dem man die direkte Rückkehr in die Bundesliga vor den letzten beiden Spielen beim 1. FC Nürnberg und gegen Darmstadt 98 selbst in der Hand hat.

Sollte Heidenheim am Sonntag das direkte Duell gegen den HSV gewinnen, könnte der VfB mit einem Erfolg in Nürnberg schon fast alles klar machen. Auch deshalb, weil gegen Sandhausen nicht wie so oft in dieser Saison ein mühsamer Sieg gelungen ist, sondern mit einem überzeugenden 5:1 auch das Torverhältnis deutlich aufgebessert wurde.

Obwohl Spielmacher Daniel Didavi weiterhin fehlte und mit Wataru Endo der wohl stärkste Akteur der letzten Wochen gelbgesperrt ersetzt werden musste, war der VfB diesmal anders als noch am Sonntag beim Derby in Karlsruhe (1:2) von Anfang an präsent und brachte sein unzweifelhaft vorhandenes Potential so auf den Platz, dass Sandhausen chancenlos war.

Gonzalo Castro fehlt in Nürnberg

Trainer Pellegrino Matarazzo, der seine Elf im Vergleich zur Pleite beim KSC gleich auf sechs Positionen veränderte und unter anderem Sasa Kalajdzic zu seinem Startelfdebüt verhalft, zeigte sich nach Spielende in seinem offiziellen Statement denn auch in den meisten Bereichen sehr zufrieden: „Wir haben heute die Spielfreude bei meiner Mannschaft gesehen und gespürt, wir haben dominanten Ballbesitz gesehen, mit dem nötigen Vorwärtsgang. Wir waren von Beginn an am Drücker und haben auch die Räume gefunden, sodass es nur eine Frage war, wann wir in Führung gehen.“

VfB macht frühzeitig alles klar
„ Wir waren von Beginn an am Drücker. ”
Trainer: Pellegrino Matarazzo

Während Matarazzo auch lobte, dass sein Team nach dem 1:0 direkt nachlegen wollte, blieb auch eine kritische Anmerkung nicht aus: „Was mir nicht so gut gefallen hat, wie wir aus der Halbzeitpause gekommen sind. Wir waren zu verhalten“, so der VfB-Coach, der aber zufrieden registriert haben dürfte, dass seine Elf nach dem Sandhäuser Ehrentreffer nochmals einen Gang hoch schaltete und in der Schlussphase noch auf 5:1 erhöhte.

Ein wenig getrübt wurde die Freude indes durch die zehnte gelbe Karte von Gonzalo Castro, der nun in Nürnberg pausieren muss. Dafür aber steht Endo wieder zur Verfügung und dürfte von Beginn an dabei sein, wenn an den Auftritt vom Mittwochabend angeknüpft werden soll.

Das Restprogramm des VfB Stuttgart