VfB Stuttgart: Interesse an Tobias Pachonik?

Ex-Nürnberger offenbar auch von niederländischen Top-Klubs umworben

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 29.04.20 | 07:18
Tobias Pachonik

Bestritt einst zwei Bundesliga- und fünf Zweitliga-Spiele für den 1. FC Nürnberg: Tobias Pachonik. © imago images / Zink.

Seit dem Amtsantritt von Trainer Pellegrino Matarazzo in der Winterpause begann der VfB Stuttgart nur in zwei von sieben Spielen mit einer Viererkette. Ansonsten entschied sich Matarazzo stets für eine Dreierreihe und sehr offensiv besetzte Außenbahnen. Roberto Massimo und Silas Wamangituka durften so auf rechts ohne direkte Absicherung durch einen Außenverteidiger ran, während der gelernte Rechtsverteidiger Pascal Stenzel mehrfach als Aushilfe in der Innenverteidigung gefragt war.

Vor der Corona-Unterbrechung bot Matarazzo im Top-Spiel gegen Arminia Bielefeld (1:1) aber wieder eine Viererabwehrreihe mit Stenzel auf der rechten Seite auf. Bei einem Re-Start der Liga dürfte sich der VfB-Coach zwar weiterhin alle Optionen offenhalten, aber gerade gegen stärkere Gegner dürfte eher die vorsichtigere Ausrichtung mit Viererkette Anwendung finden.

Dabei ist Stenzel als einziger gelernter Rechtsverteidiger im Aufgebot praktisch konkurrenzlos. In der neuen Spielzeit könnte sich das aber ändern, sofern es dem VfB überhaupt gelingt, die bisherige Leihgabe des SC Freiburg fest zu verpflichten. Weil die Bemühungen um eine Stenzel-Verpflichtung zwar laufen, aber nicht zwingend von Erfolg gekrönt sein müssen, halten die Stuttgarter Verantwortlichen offenbar Ausschau nach einer Alternative, die gegebenenfalls auch zu einem Konkurrenten für den 24-Jährigen werden könnte.

Vertrag in Venlo bis 2022

Denn laut dem niederländischen Portal De Limburger soll sich der VfB wie auch die PSV Eindhoven und Feyenoord Rotterdam für Tobias Pachonik interessieren, der bis zum vor wenigen Tagen erfolgten Abbruch mit VVV-Venlo eine gute Saison in der Ehrendivision gespielt hat. Der 25-Jährige stand in allen 26 Partien in der Startelf und verbuchte dabei einen Treffer sowie drei Vorlagen.

In den beiden Jahren zuvor lief Pachonik für den FC Carpi auf und wurde 2017/18 sogar zum besten Abwehrspieler der Serie B gewählt. Eine damals im Raum stehende Rückkehr zum 1. FC Nürnberg, aus dessen Jugend der Rechtsfuß hervorgegangen ist und für den Pachonik 2013/14 in der Bundesliga debütierte sowie 2014/15 fünfmal in der 2. Bundesliga auflief, kam indes nicht zustande.

Nun besitzt der gebürtige Marktoberdorfer in Venlo noch einen Vertrag bis 2022 und wäre damit mutmaßlich nicht ganz günstig zu haben. Ob der VfB, dessen Sportdirektor Sven Mislintat bereits einen Transfersommer ohne viele Veränderungen angedeutet hat, zu größeren Investitionen in der Lage sein wird, bleibt freilich abzuwarten.