VfB Stuttgart: Kontrollausschuss ermittelt gegen Badstuber

Abwehrmann zeigt sich einsichtig

Benedikt Kempkes zeigt Holger Badstuber die rote Karte

Da hilft kein Diskutieren: Benedikt Kempkes (mitte) schickte Holger Badstuber gegen Kiel vom Platz. ©Imago images/Sportfoto Rudel

„Ich entschuldige mich bei allen Beteiligten. Ich bin meiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden.“ Dieses Statement war bereits am gestrigen Sonntag auf der Twitter-Seite von Stuttgarts-Verteidiger Holger Badstuber zu lesen.

Der Abwehrmann erklärt darin seinen Gefühlsausbruch nach dem Platzverweis in der 53. Minute im Spiel gegen Holstein Kiel (0:1). Badstuber soll beim Verlassen des Platzes den Schiedsrichter derb beleidigt haben. Deswegen leitet nun der Deutsche Fußball Bund ein Ermittlungsverfahren gegen den 30-Jährigen ein, wie ein Sprecher des DFB der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Walter muss umbauen

Während sich Badstuber bereits reumütig zeigt und sagt, er habe sich „ungerecht behandelt gefühlt und falsch reagiert“, machte Trainer Tim Walter am heutigen Montag die Bedeutung der Aktion für die Partie gegen Kiel deutlich: „Gestern hat uns Holger ein Bein gestellt“, wird Walter im Kicker zitiert, wenngleich natürlich auch der Fußballlehrer weiß, dass solche Worte „nicht absichtlich“, sondern vielmehr „in der Emotion“ heraus sprudeln.

Nachdem der DFB ermittelt, wird es wohl nicht bei der Ein-Spiel-Sperre, die Badstuber wegen der gelb-roten Karte normalerweise erhalten hätte, bleiben. Der VfB muss damit seine Abwehr umbauen, nachdem der Innenverteidiger gerade erst von einer Magen-Darm-Grippe zurückkehrte.

Nathaniel Phillips fehlte gegen Kiel verletzungsbedingt, als einziger gelernter Innenverteidiger saß Maxime Awoudja auf der Bank. Dieser durfte allerdings bisher lediglich am ersten Spieltag mitwirken – bis er damals mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde.

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