VfB Stuttgart: Matarazzo wird Trainer

Im Sommer schon bei Kiel ein Thema

Pellegrino Matarazzo bei der TSG Hoffenheim

Pellegrino Matarazzo ist erstmals für ein Profi-Team hauptverantwortlich. ©Imago images/Claus Bergmann

Pellegrino Matarazzo wird der neue Trainer des VfB Stuttgart. Der Nachfolger von Tim Walter kommt von der TSG Hoffenheim, wo er Co-Trainer war. Beim VfB erhält er einen Vertrag bis 2021. der Rest des Trainerteams wird weiterhin aus den bisherigen Mitarbeitern von Tim Walter bestehen.

Sportdirektor Sven Mislintat sagte zur Entscheidung: „Mit Pellegrino Matarazzo haben wir einen Trainer verpflichtet, der sehr gut zu unserer fubballerischen Ausrichtung passt. Wir sind davon überzeugt, dass er unserer Mannschaft wichtige Impulse für eine erfolgreiche Rückrunde in der 2. Bundesliga geben kann.

Pellegrino hat in den vergangenen Jahren sowohl im Profibereich als auch im Übergangsbereich und in der individuellen Entwicklung von Toptalenten gute Arbeit geleistet, sodass wir auch unseren eingeschlagenen Weg der engen Verzahnung von Nachwuchs- und Profibereich beim VfB mit großer Intensität fortsetzen werden“

Weiter mit Offensive

Matarazzo, der in den USA geboren wurde, war von 2011 bis 2017 im Nachwuchs des 1. FC Nürnberg tätig. Von dort wechselte er in das NLZ der TSG Hoffenheim. Im Winter 2018 stieß er zum Trainerstab des Profi-Teams, wo er zunächst unter Julian Nagelsmann, dann unter Alfred Schreuder arbeitete.

Mit der Verpflichtung eines Trainers aus der 1899-Schule zeigt der VfB auch, dass es grundsätzlich weiterhin offensiven Fußball geben soll. Das war bereits unter Tim Walter der Fall, die Mannschaft zeigte aber unter ihm Probleme, sich gegen tief verteidigende Gegner Torchancen zu erspielen und war dabei anfällig für Konter.

Walter-Nachfolge mit Verspätung

Im Sommer stand Matarazzo übrigens schon einmal kurz vor einem Engagement in der 2. Bundesliga, auch damals sollte er Nachfolger von Tim Walter werden. Nach Informationen von Liga-Zwei.de waren sich bei Holstein Kiel der damalige Sportdirektor Fabian Wohlgemuth und der Aufsichtsrat einig, den US-Amerikaner für die neue Saison als Mann an der Seitenlinie zu installieren.

Matarazzo sagte jedoch aus familiären Gründen ab, wollte nicht soweit vom Wohnort entfernt arbeiten. So wurde dann André Schubert KSV-Coach. Die geographische Nähe zwischen Hoffenheim und Stuttgart spielte also wohl bei der jetzigen Entscheidung Matarazzos ebenfalls eine Rolle.

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