VfB Stuttgart: Ohne Neuzugänge in die Bundesliga?

Transfers haben für Sven Mislintat aktuell keine Priorität

Sven Mislintat

Sven Mislintat sieht den VfB Stuttgart für die neue Saison ligaunabhängig gut aufgestellt. © imago images / Sportfoto Rudel

Auch beim VfB Stuttgart hat man die Hoffnung, dass der Spielbetrieb wie von der DFL geplant am ersten oder am zweiten Mai-Wochenende wieder aufgenommen werden kann. Dann wollen die Schwaben im Endspurt mindestens ihren zweiten Platz verteidigen und auf direktem Weg die Rückkehr in die Bundesliga schaffen. Sportdirektor Sven Mislintat macht sich im „Kicker“ (Ausgabe 30/2020 vom 06.04.2020) aktuell indes nicht nur Gedanken über den Abschluss der laufenden Spielzeit, sondern blickt natürlich auch schon darüber hinaus auf die Saison 2020/21.

Ich sehe uns mit der aktuellen Mannschaft für alle Szenarien gut aufgestellt. (Sven Mislintat)

Konkrete Planungen dafür sind allerdings schon alleine deshalb nicht möglich, weil der VfB seine künftige Klassenzugehörigkeit noch nicht kennt. Aber auch, wenn der Sprung in die Bundesliga eines Tages feststehen sollte, ist nicht mit einer Transferoffensive zu rechnen. Vielmehr vertraut Mislintat dem aktuellen Kader auch im Aufstiegsfall: „Ich sehe uns mit der aktuellen Mannschaft für alle Szenarien gut aufgestellt, weil wir über eine gesunde Mischung und über viel Potenzial verfügen: mit jungen Spielern mit Potenzial und Qualität sowie mit älteren, die auch Bundesliga-Erfahrung haben.“

Nur vier Verträge laufen aus – Endo fest verpflichtet

Das Vertrauen in das vorhandene Personal beruht auch darauf, dass in der momentan sehr schwierigen Situation zum Wohle des Vereins alle an einem Strang ziehen und zu einem Gehaltsverzicht bereit waren. „Unsere aktuelle Gruppe ist das Wichtigste! Das gilt für Spieler wie auch für Mitarbeiter. Es gilt, alle zu stützen, zu unterstützen und zu stärken. Dafür nehmen wir auch in Kauf, uns nicht zu verstärken, bevor wir nicht der Gruppe zurückgegeben haben, was sie dem Klub gab“, so Mislintat, der nicht widersprüchlich handeln will: „Wir werden ganz sicher nicht jetzt Einsparungen vornehmen und dann Spieler verpflichten, die viele Millionen kosten.“

Weitreichenden Handlungsbedarf hat der VfB Stuttgart indes auch nicht. Bis auf Mario Gomez sowie die Leihspieler Gregor Kobel (TSG 1899 Hoffenheim), Pascal Stenzel (SC Freiburg) und Nathaniel Phillips (FC Liverpool) sind alle Akteure über den 30. Juni 2020 hinaus gebunden. Auch der Japaner Wataru Endo, der per Kaufoption fest vom vom belgischen Erstligisten VV St. Truiden verpflichtet wurde. Entsprechende Meldungen bestätigte Mislintat nun auch erstmals offiziell.

Nachdem das Land Baden-Württemberg die Corona-Restriktionen gelockert hat und den Profivereinen zeitnah unter Beachtung strengster Auflagen ein Training in Kleingruppen ermöglichen wird, sind die Planungen derzeit aber eher kurzfristig angelegt. So geht es in diesen Tagen darum, Schritt für Schritt in den Alltag zurückzukehren, um idealerweise in vier Wochen gut vorbereitet das Saisonfinale in Angriff nehmen zu können.

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