VfB Stuttgart: Pavard und Mane zwei Volltreffer?

Neuzugänge glänzen beim Debüt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 16.10.18 | 09:54
Benjamin Pavard und Carlos Mané jubeln über Tor

Matchwinner. Benjamin Pavard (l.) und Carlos Mané ragten beim 4:0 des VfB über Fürth heraus. ©Imago

Die Liaison zwischen dem VfB Stuttgart und Trainer Jos Luhukay ging vor drei Wochen vor allem auch deshalb zu Ende, weil der niederländische Fußball-Lehrer mit den kurz vor Transferschluss erfolgten Verpflichtungen von Takuma Asano, Carlos Mane und Benjamin Pavard nicht einverstanden war. Luhukay sah in dem Trio, das letztlich von Sportvorstand Jan Schindelmeiser im Alleingang geholt wurde, keine Soforthilfe.

Irrtum bei Luhukay?

Den bisherigen Eindrücken zufolge muss man allerdings konstatieren, dass Luhukay in seiner Einschätzung völlig daneben lag. Nachdem Asano bei seinen ersten Einsätzen schon auf sich aufmerksam machen konnte, lieferten Mane und Pavard am gestrigen Montag beim 4:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth jeweils ein überragendes Debüt ab.

Es waren keine vier Minuten gespielt, da hatte Mane – als Rechtsaußen für den bei der japanischen Nationalmannschaft weilenden Asano aufgeboten – schon zweimal getroffen und in der 24. Minute legte Pavard per Kopfball nach einer Ecke das 3:0 nach. Der französische Innenverteidiger war zuvor aber mit einem Pass, den man ansonsten nur von Abwehrspielern in der Champions League sieht, auch schon Wegbereiter des Führungstreffers von Mane.

Großes Potential bei Mane und Pavard zu erkennen

Auch unabhängig von den beiden Torbeteiligungen lieferte Pavard ein glänzendes Debüt ab. Der 20-jährige überzeugte mit einem guten Stellungsspiel, einem sicheren Spielaufbau und mit enormer Ruhe am Ball, auch wenn noch nicht jeder Vertikalpass ankam.

Mane war schon nach vier Minuten eine gute Note sicher, aber auch nach dem schnellsten Doppelpack, der je einem Zweitliga-Debütanten gelungen ist, fiel der Portugiese immer wieder mit seiner Schnelligkeit und seiner Technik auf, wenngleich die Auszeiten gerade in der zweiten Halbzeit etwas länger wurden.

Nach den ersten Eindrücken muss man dem VfB und insbesondere Schindelmeiser fraglos ein gutes Händchen bei der Auswahl der Neuen attestieren. Und es wäre angesichts des jeweils vorhandenen Potentials überraschend, hätte es sich um Eintagsfliegen gehandelt.