VfB Stuttgart: Selbstläufer am Millerntor?

Neun Siege in Folge gegen den FC St. Pauli

Marc-Oliver Kempf

Marc-Oliver Kempf und Co. wollen den Sieg gegen Heidenheim auf St. Pauli bestätigen. © imago images / Hartenfelser

Die Hoffnung des VfB Stuttgart, dass der Hamburger SV am Donnerstagabend Federn lassen würde, hat sich beim 4:1-Erfolg der Hanseaten gegen den 1. FC Nürnberg nicht erfüllt. Nach dem zwischenzeitlichen Sprung auf Platz zwei sind die Schwaben damit wieder auf Relegationsplatz drei abgerutscht. Allerdings trennt den VfB nur die Tordifferenz vom HSV und auch Spitzenreiter Arminia Bielefeld befindet sich mit drei Punkten mehr in Schlagdistanz.

Auf die beiden Führenden will der VfB den Druck hoch halten und nach dem 3:0 gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntag auch das zweite Spiel unter dem neuen Trainer Pellegrino Matarazzo beim FC St. Pauli für sich entscheiden.

Mit dem angeschlagenen Nathaniel Phillips droht am Millerntor zwar ein Innenverteidiger auszufallen, doch weil Gonzalo Castro seine Gelbsperre abgesessen hat, kann Kapitän Marc-Oliver Kempf von der linken Abwehrseite ins Zentrum rücken und die entstehende Lücke in Abwesenheit des noch verletzten Holger Badstuber schließen.

Balakov-Tor bei der letzten Niederlage gegen St. Pauli

Unabhängig vom Personal kann der VfB-Tross die Reise nach Hamburg mit einem guten Gefühl antreten. Zum einen, weil der gute Auftakt gegen Heidenheim nach einer schon gelungenen Vorbereitung das Selbstvertrauen gestärkt hat. Zum anderen, da der FC St. Pauli zu den absoluten Lieblingsgegnern der Schwaben zählt.

14 der bisherigen 20 Vergleich mit dem Kiezklub hat der VfB gewonnen und bei vier Unentschieden nur zwei verloren. Bemerkenswert ist, dass die letzten neun Duelle allesamt an den VfB gingen. Seit einer 1:2-Niederlage in der Bundesliga-Saison 1996/97 auf St. Pauli, als Krassimir Balakovs Elfmetertor aufgrund eines Doppelpacks von Christian Springer auf der Gegenseite zu wenig war, ist der VfB gegen die Kiezkicker immer als Sieger vom Platz gegangen – fünfmal in der Bundesliga, einmal im DFB-Pokal und zuletzt auch dreimal in der 2. Bundesliga. Neben sechs Erfolgen im eigenen Stadion gewann Stuttgart dabei auch dreimal in Hamburg.

Von einem Selbstläufer am Millerntor sollte man angesichts dieser Statistik indes nicht ausgehen. Schließlich haben mit dem HSV (0:2) und Arminia Bielefeld (0:3) die beiden anderen Top-Teams in dieser Saison dort bereits verloren.

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