VfB Stuttgart: Top11 der letzten 25 Jahre

Soldo, Balakov & Co.

Fredi Bobic und Krasimir Balakov beim VfB Stuttgart

Fredi Bobic (l.) und Krasimir Balakov: zwei Drittel des magischen Dreiecks. ©Imago images/Pressefoto Baumann

Auch wenn der Ball in der 2. Bundesliga momentan nicht rollt, bleibt noch der Blick in die Vergangenheit. Wir nehmen die letzten 25 Jahre dabei genau unter die Lupe und suchen die Top11 für jeden Zweitligisten.

Der Zeitraum ist dabei ganz bewusst gewählt. Die Redaktion von Liga-Zwei.de hat einen Altersschnitt von Mitte 30, das letzte Vierteljahrhundert im deutschen Profi-Fußball haben wir also bewusst miterlebt. Heute ist der VfB Stuttgart dran.

Tor & Abwehr

Im Tor fiel die Entscheidung vergleichsweise leicht. Timo Hildebrand holte mit dem VfB nicht nur den Titel 2007, sondern hält auch den Bundesliga-Rekord für die längste Zeitspanne ohne Gegentor (884 Minuten).

Vor ihm wird es schon kniffliger. Wir entscheiden uns für Marcelo Bordon und Fernando Meira im Abwehrzentrum, schließlich stimmte die Kommunikation zwischen dem Brasilianer mit dem mächtigen Huf und dem eleganten Portugiesen schon von 2002 bis 2004, als Bordon den VfB verließ. Meira blieb hingegen, um die Meisterschaft 2007 mit einzufahren.

Auch wenn links sicherlich vieles für Artur Boka spricht, haben wir trotzdem Philipp Lahm gewählt, der während seiner zweijährigen Leihe vom FC Bayern in Stuttgart zum Nationalspieler wurde. Sein Pendant auf rechts ist Andreas Hinkel, seit frühester Jugend mit dem roten Brustring unterwegs, bestritt er über 200 Profi-Spiele für die Cannstatter.

Mittelfeld

Von nun an herrscht die Qual der Wahl. Da sorgt es schon für Erleichterung, dass wohl kaum jemand an der Nominierung von Krasimir Balakov zweifeln wird. Der Bulgare war das Hirn im „Magischen Dreieck“, von 1995 bis 1997 bestehend aus ihm sowie den Angreifern Fredi Bobic und Giovanne Elber. Sogar in seiner letzten Saison 2002/03 war er im Alter von 37 Jahren noch gut für 28 Partien mit zwei Toren und sechs Vorlagen.

Um das Genie mit dem Lockenkopf gruppieren wir Zvonimir Soldo, der mit 399 Partien für den VfB nicht nur knapp die 400er-Marke verpasste, sondern tragischerweise durch sein Karriereende 2006 auch den Titel ein Jahr später nicht mehr mitnehmen konnte. Am Pokalsieg 1997 war er jedoch beteiligt.

Zudem setzen wir auf den nimmermüden Christian Gentner, den Mann mit den Näschen für Überraschungsmeister. 2007 verließ er mit der Schale im Gepäck seinen Jugendverein Richtung Wolfsburg, um sie dort nicht weniger sensationell 2009 nocheinmal in die Höhe zu recken. Außerdem führte er bei seinem zweiten Engagement den Klub 2013 ins Achtelfinale der Europa League und 2017 zum Wiederaufstieg.

Als vierten Mann im Mittelfeld wählen wir Aleksandr Hleb. Von Balakov noch angelernt trat er in dessen Fußstapfen und lenkte das Spiel der Stuttgarter von 2001 bis 2004, ehe er sich nach einer Saison mit 14 Assists zu Arsenal London verabschiedete. Kurzzeitig kehrte er 2009/10 nochmal auf Leihbasis zurück und war auch in dieser Spielzeit Stammkraft.

Angriff

Spätestens jetzt werden sich die Geister scheiden. Wir haben nach zähem Ringen letztlich aus dem magischen Dreieck nicht Giovane Elber aufgestellt, sondern seinen Partner Fredi Bobic. Der schaffte nämlich etwas, was seit ihm kein Stuttgarter mehr nachmachen konnte: Er wurde Torschützenkönig.

Ihm assistiert Mario Gomez, der auch heute noch Torriecher beweist, und sechs seiner 109 Treffer im Stuttgart-Trikot in der aktuellen Spielzeit erzielte. Ein Tor mehr würde ihn an Cacau vorbei auf Rang vier der ewigen Stuttgart-Torjägerliste befördern, dazu hätte er dann wesentlich weniger Spiele benötigt.

Die Top11 des VfB Stuttgart auf einen Blick

Timo Hildebrand – Andreas Hinkel, Marcelo Bordon, Fernando Meira, Philipp Lahm – Zvonimir Soldo, Christian Gentner, Aleksandr Hleb, Krasimir Balakov – Fredi Bobic, Mario Gomez

Hier geht’s zu den weiteren, bisher erschienenen Top11.