VfB Stuttgart: Verletzungspech als Chance für den Nachwuchs?

Pellegrino Matarazzo muss im Abwehrzentrum improvisieren

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 10.06.20 | 15:14
Marc Oliver Kempf

Kapitän Marc Oliver Kempf steht dem VfB länger nicht zur Verfügung. © imago images / eu-images

Obwohl vorerst am Hamburger SV vorbei auf Platz zwei geklettert, könnte der VfB Stuttgart im Aufstiegsrennen etwas an Boden verlieren, sollte der HSV am Montagabend beim VfL Bochum gewinnen. Noch schmerzhafter als die am Samstag beim FC St. Pauli (1:1) liegen gelassenen zwei Punkte war für die Schwaben indes das frühe Ausscheiden von Marc Oliver Kempf, der bei einem unglücklichen Zusammenstoß mit Ryo Miyaichi einen Kieferbruch erlitt.

Da Kempf wohl mindestens sechs Wochen nicht zur Verfügung steht, wird es in der Stuttgarter Innenverteidigung eng. Marcin Kaminski nach einem Kreuzbandriss und Holger Badstuber nach einem Muskelfaserriss sind kurzfristig kein Thema und laut den Stuttgarter Nachrichten wohl erst Ende Februar wieder einsetzbar.

Drei Talente in der Hinterhand

Bis dahin muss Trainer Pellegrino Matarazzo im Abwehrzentrum improvisieren. Neben Nathaniel Phillips dürfte bis auf Weiteres Atakan Karazor in der letzten Reihe auflaufen, der sich in den letzten Wochen sowohl im Zentrum einer Viererkette als auch wie am Millerntor als mittleres Glied einer Dreierreihe angeboten hat.

Darüber hinaus besitzt Pellegrino keine gelernten und gestandenen Alternativen für die Innenverteidigung mehr. Pascal Stenzel wäre wie auf St. Pauli in einer Dreierkette eine Option, fühlt sich aber auf Außen deutlich wohler. Möglicherweise schägt deshalb in den nächsten Wochen die Stunde des einen oder anderen Nachwuchstalents.

Neben dem defensiv flexibel einsetzbaren Last-Minute-Neuzugang Clinton Mola böten sich Maxime Awoudja und Antonis Aidonis als Alternativen an. Der 18-jährige Aidonis, der vergangene Saison sogar schon zu zwei Bundesliga-Einsätzen gekommen ist, saß auf St. Pauli auf der Bank, wartet aber noch auf seine Saisonpremiere.

Der zuletzt von Adduktorenproblemen geplagte Awoudja hinterließ derweil bei seinen bisherigen beiden Einsätzen einen unglücklichen Eindruck, gilt aber unverändert als Akteur mit Potential. Nicht ausgschlossen, dass dieses generell in der zweiten Reihe vorhandene Potential bald gefragt ist.

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