VfB Stuttgart: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Andreas Beck, Benjamin Pavard & Co.

Andreas Beck beim VfB Stuttgart im zweikampf mit Emil Forsberg von RB leipzig

Andreas Beck (l.) wurde beim VfB Bundesliga- und Nationalspieler. ©Imago images/Actionpictures

Das Ausland kannte Andreas Beck schon aus seiner Station bei Besiktas Istanbul. Doch bei AS Eupen ist es nochmal eine ganz andere Geschichte für den 32-Jährigen, was an der Besonderheit des Deutsch-Belgischen Grenzgebietes liegt.

„An manchen Tagen bin ich in drei unterschiedlichen Ländern unterwegs: Belgien, Deutschland, Niederlande. Dazu kommt, dass man in Eupen zwar deutsch spricht, ich aber trotzdem dabei bin, Französisch zu lernen. Das ist mir wichtig.“, zeigt der frühere Nationalspieler gegenüber Liga-Zwei.de auf, dass man eben nie auslernt.

Sieg über den Meister

Auch auf dem Platz ist die Jupiler League, Belgiens höchste Spielklasse durchaus eine Herausforderung für den langjährigen Bundesligaprofi. „Die Teams sind gut organisiert und haben vor allem im Offensivbereich auch individuelle Klasse. Da darfst Du niemanden unterschätzen. Das hat man zuletzt in der Europa League gesehen, als Lüttich gegen Frankfurt und Gent in Wolfsburg gewonnen haben.“, ordnet Beck das Niveau hoch ein.

Das erfuhr der Außenverteidiger in den ersten Saisonspielen ganz deutlich, als KAS Eupen nach acht Spielen noch ohne Sieg dastand. Dann aber steigerte sich die Mannschaft, trotze dem RSC Anderlecht ein 0:0 ab und siegte gar gegen den amtierenden Meister Genk.

Dennoch will Beck keine Saisonziele für Eupen ausgeben. „Wir tun gut daran, uns immer nur auf das nächste Spiel zu konzentrieren und weiter Punkte zu sammeln. Und dann schauen wir mal, was am Ende dabei herauskommt.“

Für den VfB Stuttgart hingegen ist das Saisonziel klar, dass sein Ex-Klub den anvisierten Wiederaufstieg schafft, dafür drückt er alle Daumen. „Der VfB war und ist für mich ein besonderer Verein – das wird sich auch nie ändern. Stuttgart ist meine Stadt, beim VfB habe ich in der Jugend gespielt, bin Profi geworden und später noch einmal als gestandener Spieler zurückgekehrt. So etwas schafft ein Band, das immer bestehen wird.“, so Beck.

Andreas Beck von KAS Eupen gegen Kylian Hazard von Cercle Brügge

Bei KAS Eupen führt Andreas Beck mit seiner Erfahrung die Mannschaft an. ©Imago images/Belga

Die übrigen Abgänge:

Benjamin Pavard
Der Wechsel des Franzosen zu Bayern München stand schon früh fest. Ein zweistelliger Millionenvertrag versüßte den Abschied. Beim Rekordmeister verpasste er noch keine Bundesligaminute, ist mit zwei Toren und zwei Vorlagen sogar torgefährlich.

Ozan Kabak
Ebenfalls die Kasse füllte der Transfer von Ozan Kabak zu Schalke 04. Nach einer Fußverletzung zu Saisonbeginn ist der Türke nun fit und spielte in den letzten beiden Spielen durch, traf dabei sogar zweimal.

Tim Baumgartl
Auch Timo Baumgartl ließen sich die Schwaben gut bezahlen. Der Innenverteidiger schloss sich PSV Eindhoven an, wo er Stammspieler ist. Der Titel ist bei den Niederländern immer Saisonziel, mit nur einem Punkt in den letzten fünf Spielen ist Eindhoven aber aktuell deutlich hinter Ajax.

Ron-Robert Zieler
Der frühere Nationalkeeper hätte sicherlich nicht in die 2. Bundesliga gehen müssen, doch wenn dann mit dem heimatverein. Deshalb steht der 30-Jährige nun wieder bei Hannover 96 als Stammtorwart zwischen den Pfosten.

Dennis Aogo
Der Ex-Nationalspieler fand zunächst keinen neuen Verein. Anfang September sicherte sich Hannover 96 seine Dienste. Achillessehnenprobleme verhinderten bisher mehr als vier Einsätze.

Hans Nunoo Sarpei
Der Mittelfeldspieler war bereits seit Winter an Greuther Fürth verliehen, dass ihn nun fest verpflichtete. Beim „Kleeblatt“ bekommt er die erhoffte Spielpraxis, stand bisher siebenmal in der Startelf.

Christian Gentner
Der Führungsspieler und zweifache Deutsche Meister blieb erstklassig und ist bei Aufsteiger Union Berlin im Zentralen Mittelfeld trotz bereits 34-Jahren unumstritten.

Berkay Özcan
In der Rückrunde bereits an den HSV verliehen, verpflichteten die „Rothosen“ ihn im Sommer fest, um ihn sofort weiter zu verleihen an den türkischen Erstligisten Basaksehir. Beim Hauptstadtklub hatte er im letzten Spiel seinen ersten Startelfeinsatz.

Anton Grgic
der Schweizer war bereits seit Anfang 2018 auf Leihbasis beim FC Sion, der ihn im Sommer fest verpflichtete. In der Schweizer Super League ist der Mittelfeldspieler gesetzt.

Alexander Meyer
Nachdem der Torwart in den letzten Jahren verletzungsbedingt nur unregelmäßig spielte, beim VfB oft nur Nummer drei war, holte ihn Jahn Regensburg etwas überraschend als Stammkeeper. Dort spielt er bislang eine stabile Saison.

Steven Zuber
Die Leihgabe von Hoffenheim wusste in der Rückrunde zu überzeugen und hoffte sich beim Stammverein wieder für mehr empfohlen zu haben. Am ersten Spieltag stand er tatsächlich in der Startelf, doch dann zog er sich eine Fußverletzung zu, die ihn bis heute matt setzt.

Alexander Esswein
Wie Zuber wurde er im Winter ausgeliehen, um den Abstieg abzuwenden. In 17 Einsätzen gelang ihm jedoch kein Tor. Zurück bei Hertha wartet er seit Spieltag 1 auf einen weiteren Einsatz.

Pablo Maffeo
Der Spanier ist einer von vielen Spielern, die der VfB in diesem Jahr verliehen hat. Er ist beim spanischen Zweitligisten FC Girona geparkt, wo der 22-Jährige abgesehen von verletzungsbedingten Auszeiten immer spielt.

Erik Thommy
Der schnelle Techniker ist indes an Fortuna Düsseldorf verliehen. Vier Vorlagen in elf Spielen deuten an, dass er vielleicht auch im letzten Jahr mehr als sechs Startelfeinsätze verdient gehabt hätte.

Chadrac Akolo
Der Kongolese ist zunächst an Amiens ausgeliehen, der französische Erstligist hat allerdings eine Kaufpflicht unterzeichnet, die im Sommer greift. Nach Startelfeinsätzen zu Saisonbeginn kommt Akolo nun meist von der Bank.

Anastasios Donis
Der griechische Stürmer ließ sich ebenfalls nach Frankreich verleihen Bei Stade Reims in der Ligue 1 kommt er auf sieben Saisonspiele, drei von Beginn an. Ein Tor gelang ihm noch nicht.

Ailton
Der Linksverteidiger mit dem prominenten Namen ist nach seiner Leihe zum SC Brage nun bei Qarabag Agdam in Aserbaidschan geparkt. Acht Liga-Spiele und zehn internationale Einsätze können sich durchaus sehen lassen.

David Kopacz
Der Deutsch-Pole soll bei Gornik Zabrze Spielpraxis bekommen. In 13 von 15 möglichen Saisonspielen in Polens höchster Liga stand er auf dem Feld.

Nikolas Nartey
Das dänische Talent wurde im Sommer vom 1. FC Köln verpflichtet, dann direkt weiter verliehen an Hansa Rostock. Dort lief der 19-Jährige bislang achtmal auf, sechsmal von Beginn an und erzielte ein Tor.

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