VfB Stuttgart: Wird Roberto Massimo die Überraschung?

Offensivtalent trifft gegen Wacker Innsbruck doppelt

Roberto Massimo erzielt Tor für Stuttgart gegen Innsbruck

Ließ aufhorchen: Roberto Massimo (l.) steuerte zwei Treffer beim Stuttgarter Testspielsieg über Wacker Innsbruck bei. ©imago images/Pressefoto Rudel

Das erste Testspiel während des Trainingslagers in Kitzbühel hat der VfB Stuttgart am gestrigen Mittwoch gegen den österreichischen Zweitligisten FC Wacker Innsbruck mit 4:1 gewonnen. Während Nicolas Gonzalez per Seitfallzieher das schönste Tor des Tages erzielte und Neuzugang Hamadi Al Ghaddioui den Schlusspunkt setzte, ließ Roberto Massimo mit einem Doppelpack aufhorchen.

Für den 18 Jahre alten Offensivspieler, der sich auf dem rechten Flügel am wohlsten fühlt, hat der VfB bereits im Sommer 2018 2,5 Millionen Euro an Arminia Bielefeld überwiesen, Massimo zugleich aber noch für zwei Jahre an die Ostwestfalen verliehen. Weil der U19-Nationalspieler in Bielefeld aber nicht die erhoffte Entwicklung nahm und in der abgelaufenen Spielzeit nur zu vier Einsätzen kam, wurde die Leihe nun vorzeitig beendet.

Massimo 2018/19 nur mit vier Einsätzen

Seit einer Woche trainiert Massimo nun in Stuttgart und schickt sich zumindest den bisherigen Eindrücken zufolge an, zu einer positiven Überraschung zu werden. Dass die VfB-Verantwortlichen offenkundig dazu bereit sein, mit dem vom 1. FC Nürnberg umgarnten Chadrac Akolo einen anderen, ebenfalls flexibel und auf Rechtsaußen einsetzbaren Offensivspieler abzugeben, sollte die Chancen Massimos nicht verkleinern.

Der in Ghana geborene Deutsch-Italiener hat mit sieben Einsätzen am Ende der Saison 2017/18 auf sich aufmerksam gemacht und mit seinen Leistungen damals auch die Bereitschaft des VfB geweckt, eine doch stattliche Ablöse zu bezahlen. In der zurückliegenden Spielzeit erzielte Massimo dann zwar sein erstes Zweitliga-Tor, kam aber insgesamt nur auf 130 Minuten verteilt auf vier Einsätze.

Die ersten Schritte in Stuttgart lassen nun aber die Hoffnung aufkommen, dass der Youngster eine Luftveränderung gebraucht hat, um in seiner Entwicklung wieder Fahrt aufzunehmen. Dass der neue VfB-Coach Tim Walter sein Händchen für Talente schon mehrfach bewiesen hat, dürfte dabei kein Nachteil sein. Letztlich liegt es aber an Massimo selbst, sein fraglos vorhandenes Potential abzurufen.