Wehen Wiesbaden: Gedränge im zentralen Mittelfeld

Gesetzter Paterson Chato verlängert vorzeitig bis 2023

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 02.05.20 | 08:10
Paterson Chato

Hat seit dem 15. Spieltag keine Minute mehr verpasst: Paterson Chato. © imago images / Jan Hübner

Auch wenn die Zukunftsplanungen inmitten der Corona-Krise nicht leicht vonstatten gehen und vielerorts sogar gänzlich auf Eis gelegt sind, hat es sich der SV Wehen Wiesbaden nicht nehmen lassen, einen seiner Shooting-Stars mit einem neuen Vertrag auszustatten. Wie der SVWW am gestrigen Freitag mitteilte, hat der erst im letzten Sommer von den Sportfreunden Lotte gekommene Paterson Chato seinen ohnehin noch bis 2021 laufenden Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert.

„Paterson hat im Laufe der Saison eine tolle Entwicklung genommen und riesige Fortschritte gemacht“, kommentierte Sportdirektor Christian Hock auf der vereinseigenen Webseite die Verlängerung mit dem 23-Jährigen, der anfänglich noch zwischen Bank und Spielfeld pendelte, seit dem 15. Spieltag aber keine Minute mehr verpasst hat. Vor Weihnachten noch mehrfach in der Innenverteidigung eingesetzt, ist Chato inzwischen nicht mehr aus dem defensiven Mittelfeld wegzudenken, das der Deutsch-Kameruner sogar als einziger Sechser zumeist erfolgreich beackert.

Patrick Schönfeld arbeitet am Comeback

Chatos Entwicklung hat indes auch Folgen für eine Reihe weiterer SVWW-Profis, die ihr Kerngebiet ebenfalls im Mittelfeldzentrum haben, in dem zuletzt aber ansonsten nur noch Platz für Daniel-Kofi Kyereh als Mischung zwischen Zehner und hängender Spitze war.

Marcel Titsch Rivero, Jeremias Lorch und Gökhan Gül, die vergangene Saison allesamt mehr oder weniger großen Anteil am Zweitliga-Aufstieg hatten, bleibt in der Regel wie auch Winterneuzugang Sidney Friede nur die Bank. Kapitän Sebastian Mrowca hat es derweil geschafft, auch dank der Verletzung von Moritz Kuhn als rechter Verteidiger einen neuen Stammplatz zu finden.

Mit Patrick Schönfeld, der sich nach einer Blinddarm-OP zumindest wieder im Lauftraining befindet, erhält Trainer Rüdiger Rehm möglicherweise auf absehbare Zeit noch eine weitere Option für das Mittelfeldzentrum. Auch der Routinier, der über Erfahrung aus 149 Zweitliga-Spielen verfügt, wird es allerdings schwer haben, Chato von der Sechser-Position zu verdrängen.