Wehen Wiesbaden: Steht die Elf für das Saisonfinale?

Kaum personelle Änderungen seit der Winterpause

Rüdiger Rehm

Rüdiger Rehm hat vor der Corona-Pause eine Stammelf gefunden. © Imago images / Sven Simon

Mit acht Punkten aus den sieben Spielen im Jahr 2020 ist es dem SV Wehen Wiesbaden gelungen, sich im Vergleich zur Winterpause vom 17. Rang auf Relegationsplatz 16 vorzuarbeiten. Zugleich wahrte der Aufsteiger den Anschluss ans derzeit drei Punkte entfernte rettende Ufer, das im Endspurt der Saison natürlich angepeilt wird. Dabei wäre es keine Überraschung, würde Trainer Rüdiger Rehm bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs auf die Mannschaft setzen, die vor der Corona-Pause mit einem 6:2 beim VfL Osnabrück ein Ausrufezeichen setzen konnte.

In Osnabrück lief zum dritten Mal in Folge eine unveränderte Startelf auf und schon in den Wochen zuvor beließ es Rehm bei jeweils einem Wechsel, der zum einen auf eine Sperre von Sebastian Mrowca und zum anderen auf muskuläre Probleme von Stefan Aigner zurückzuführen waren.

Viele Akteure benötigen Geduld

In den jüngsten drei Partien waren Mrowca als rechter Verteidiger und Aigner eine Reihe davor aber wieder gemeinsam am Start. Und dabei wird es vermutlich ebenso erst einmal bleiben wie bei der taktischen Ausrichtung, die nach dem Fehlstart in die Saison mit einer Viererkette früh korrigiert wurde. Seitdem tritt der SVWW durchaus erfolgreich mit einer Formation an, die sich gegen den Ball am besten als 5-4-1 und bei eigenem Ballbesitz als 3-3-3-1 beschreiben lässt.

Akteure wie Moritz Kuhn, Gökhan Gül, Jeremias Lorch, Nicklas Shipnoski oder Marcel Titsch Rivero, die im Aufstiegsjahr noch eine weitaus größere Rolle spielten, mussten sich seit der Winterpause ebenso hinten anstellen wie die Sommerzugänge Michel Niemeyer, Marvin Ajani und Jakov Medic, die in der Hinserie noch auf deutlich mehr Einsätze gekommen sind.

Aus Sicht von Trainer Rehm ist aber sicherlich kein Nachteil, zum einen über eine funktionierende Stammelf zu verfügen und zum anderen auch noch über Alternativen, wobei in diesem Zusammenhang auch der erst im Winter gekommene Sidney Friede, der weitgehend regelmäßig als Joker eingesetzte Törles Knöll sowie der länger verletzte, nun aber wieder fitte Philip Tietz zu nennen sind.