Wehen Wiesbaden: Top11 der letzten 25 Jahre

Mintzel, Schäffler & Co.

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Dienstag, 12.05.2020 | 07:30
Alf Mintzel beim SV Wehen Wiesbaden

Alf Mintzel trieb manch jüngerem Konkurrenten die Tränen in die Augen. ©Imago images/Jan Huebner

Auch wenn der Ball in der 2. Bundesliga noch nicht rollt, bleibt der Blick in die Vergangenheit. Wir nehmen die letzten 25 Jahre dabei genau unter die Lupe und suchen die Top11 für jeden Zweitligisten.

Der Zeitraum ist dabei ganz bewusst gewählt. Die Redaktion von Liga-Zwei.de hat einen Altersschnitt von Mitte 30, das letzte Vierteljahrhundert im deutschen Profi-Fußball haben wir also bewusst miterlebt. Diesmal: der SV Wehen Wiesbaden.

Tor & Abwehr

Die Position im Tor war bis zum letzten Sommer jahrelang klar vergeben beim SV Wehen Wiesbaden: Markus Kolke schwang sich mit insgesamt 232 Pflichtspielen für die Hessen zur Nummer zwei in der ewigen Rekordspieler-Liste auf und verabschiedete sich mit dem Aufstieg.

Übertroffen wird er in den Geschichtsbüchern des SVWW nur von Alf Mintzel. Auf das Staunen seines Kollegen Kolke, wie er trotz des regelmäßigen Genusses von Zigaretten und Bier sein unglaubliches Laufpensum bewältigen könne, antwortete er: „Ein guter Diesel braucht Benzin und stinkt ein bisschen.“ Damit ist alles gesagt.

Sein Pendant auf Rechts ist Sebastian Mrowca, der mit seiner Vielseitigkeit auf mehreren Positionen glänzen kann. Die Innenverteidigung besteht aus Benjamin Hübner, der einst 2007 aus dem SVWW-Nachwuchs kam und sich gleich in der 2. Bundesliga durchsetzte ehe er später zum gestandenen Bundesliga-Profi reifte. Neben ihm steht Sascha Mockenhaupt, vor dem wir nicht erst in dieser Saison schon manches Mal den Hut gezogen haben.

Mittelfeld

Im Mittelfeld drängen sich einige bekannte Namen. Sandro Schwarz ist einer davon. Der spätere Trainer von Mainz 05 kam 2005 zum SV Wehen, stieg zwei Jahre später in die 2. Bundesliga auf, die er so gut aus Mainzer Zeiten kannte, und half im ersten Jahr die Klasse zu halten. Auch wenn das im zweiten Jahr nicht mehr gelang, war er doch weiter Stammkraft.

Eine enge Verbindung zu Mainz 05 besteht auch bei Antonio Da Silva. Der Brasilianer machte es aber umgekehrt, wirbelte erst von 2000 bis 2003 in der Regionalliga beim SV Wehen, erzielte dabei in seiner Abschiedssaison elf Tore, und zog dann nach Mainz. Später reckte er dreimal die Deutsche Meisterschale in die Luft.

Maximilian Nicu, später zum Innenverteidiger mutiert, war bei Wehen Wiesbaden noch für die Offensive zuständig. Als Torschützenkönig der Regionalliga Süd zog es ihn 2006 kurzzeitig weg, doch zur Zweitliga-Saison 2007/08 war er wieder zurück und steuerte sechs Tore sowie elf Vorlagen zum Klassenerhalt bei. Ein Transfer zu Hertha BSC war die Folge.

Dass Zaltko Janjic, obwohl gar kein echter Stürmer, mit 40 Treffern auf Platz drei der ewigen internen Torschützenliste steht, sagt genug. Der Offensive Mittelfeldspieler geht aktuell in der Regionalliga für den SC Verl auf Torejagd. 15 Tore in 21 Spielen zeigen, er hat auch mit 34 Jahren nichts verlernt.

Angriff

Im Sturm führt natürlich kein Weg vorbei an Manuel Schäffler. Der Rekordschütze des SVWW steht schon wieder bei 15 Saisontoren. Zur Unterstützung bekommt er von uns José Pierre Vunguidica an die Seite. Der angolanische Nationalspieler kam in drei Jahren SVWW zwischen 2012 und 2015 auf 56 Scorerpunkte in 101 Partien.

Die Top11 des SV Wehen Wiesbaden auf einen Blick:

Markus Kolke – Sebastian Mrowca, Benjamin Hübner, Sascha Mockenhaupt, Alf Mintzel- Sandro Schwarz, Maximilian Nicu, Zlatko Janjic, Antonio da Silva – Manuel Schäffler, José Pierre Vunguidica

Hier geht’s zu den weiteren, bisher erschienenen Top11.