1. FC Heidenheim: Die beste Defensive der Liga als Trumpf

Nur 18 Gegentore in 18 Spielen

Kevin Müller

Kevin Müller ist der Rückhalt der stärksten Defensive der Liga. © imago images / foto2press

Nach dem 3:1-Sieg gegen den VfL Osnabrück am Sonntag überwintert der 1. FC Heidenheim auf dem vierten Tabellenplatz und damit als erster Verfolger des Spitzentrios aus Bielefeld, Hamburg und Stuttgart. Angesichts von nur einem Punkt Rückstand auf die Plätze zwei und drei muss man die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt im Aufstiegsrennen definitiv auf der Rechnung haben, wofür es natürlich Gründe gibt.

So ist es dem FCH abermals gelungen, mehrere schwerwiegende Abgänge zu kompensieren und abermals eine funktionierende Einheit zu formen, in der die einzelnen Rädchen meist reibungslos ineinander greifen. Das gilt insbesondere für die Defensive, sind die erst 18 Gegentore doch ligaweit die wenigsten. Zudem gelang es nur Heidenheim achtmal die Null zu halten. Lediglich gegen den VfL Bochum (2:3) und bei Jahn Regensburg (1:3) musste Schlussmann Kevin Müller mehr als zweimal hinter sich greifen.

Kaum Veränderungen in der Viererkette

Ein Pluspunkt im bisherigen Saisonverlauf war es sicherlich, dass der FCH im Defensivbereich von längeren Ausfällen verschont geblieben ist. Während Niklas Dorsch und Sebastian Griesbeck bis zu dessen verletzungsbedingtem Ausfall für den Endspurt vor Weihnachten eine stabile Doppelsechs bildeten, standen mit den Außenverteidigern Marnon Busch (17 Einsätze) und Norman Theuerkauf (18) sowie Innenverteidiger Patrick Mainka (16) drei Viertel der Viererkette praktisch immer auf dem Platz.

Und auch auf der zweiten Innenverteidigerposition herrschte Konstanz. Nachdem Timo Beermann als Stammkraft begonnen hatte, lief an den letzten neun Spieltagen stets Oliver Hüsing auf. Im Abwehrzentrum stehen damit drei verlässliche Akteure für zwei Positionen zur Auswahl. Links hat zudem Jonas Föhrenbach in den letzten Wochen, als Theuerkauf teilweise als Griesbeck-Vertreter ins Mittelfeld gerückt ist, sein Potential unterstrichen.

Trainer Frank Schmidt verfügt somit nicht nur über Spieler mit nachgewiesener Qualität, sondern auch über einen leistungsfördernden Konkurrenzkampf. Sollte das Verletzungspech den FCH im Laufe der Rückrunde doch einmal stärker erwischen, wären auch ohne winterliche Neuzugänge, von denen aktuell eher nicht auszugehen ist, starke Alternativen vorhanden.