1. FC Heidenheim: Gelingt noch einmal die Wende?

Talfahrt geht weiter

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 08.04.18 | 07:54
Nikola Dovedan

Nikola Dovedan (l.) gelang in Nürnberg nur noch der Anschluss zum 2:3 © Imago / Oliver Ruhnke

Nach dem 1:0-Sieg am 23. Spieltag gegen den VfL Bochum trennten den 1. FC Heidenheim acht Punkte von Relegationsplatz 16 und die Aufstiegsrelegation war bei nur fünf Zählern Rückstand deutlich näher. Seitdem allerdings hat der FCH völlig den Faden verloren und steht fünf Runden vor Schluss mit dem Rücken zur Wand.

Auf zunächst noch zwei Unentschieden beim SV Darmstadt 98 (1:1) und gegen Arminia Bielefeld (2:2) mit jeweils verspielten Führungen folgten zuletzt vier Niederlagen in Folge, die die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt auf Rang 16 stürzen ließen. Und selbst der erste direkte Abstiegsplatz ist nur noch zwei Punkte entfernt.

Individuelle Fehler führen zur Pleite

Die Lage auf der Ostalb ist fraglos ernst, zumal kommende Woche Fortuna Düsseldorf in der Voith-Arena gastiert und der Tabellenführer nach zuletzt zwei Pleiten unbedingt wieder gewinnen will.

Am gestrigen Samstag ging Heidenheim beim 1. FC Nürnberg durch einen Sonntagsschuss von John Verhoek zwar in Führung, ließ dann aber innerhalb von acht Minuten drei Gegentore zu, die mit schwerwiegenden Patzern begünstigt wurden. Zweimal machte Oliver Steurer keine gute Figur, der folgerichtig zur Pause in der Kabine bleiben musste.

„ Wir müssen unsere individuellen Fehler abstellen. ”
Nikola Dovedan

Dafür kam Nikola Dovedan in die Begegnung, der schnell den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielte. Mehr gelang aber nicht mehr, doch Dovedan sah nach Spielschluss auf der vereinseigenen Webseite dennoch das Positive, allerdings nicht ohne auch die Probleme anzusprechen: „Was wir auf jeden Fall aus dieser Partie mitnehmen können ist, dass wir mit jeder Mannschaft in dieser Liga mithalten können. Wir müssen aber unsere individuellen Fehler abstellen.“

Gegen Düsseldorf wieder offensiver?

Dovedan dürfte gegen Düsseldorf nun gute Chancen auf die Startelf haben. Vermutlich wird Coach Schmidt seine Elf wieder etwas offensiver auf den Platz schicken. Anstelle des 4-3-3 gegen Nürnberg mit drei eher defensiv ausgerichteten Mittelfeldspielern ist mit einem 4-2-3-1 bzw. 4-4-2 zu rechnen.

Klar ist vor dem Duell gegen den Tabellenführer, dass die Wende möglichst schnell gelingen muss. Denn je länger die Talfahrt noch andauert, umso prekärer wird die Lage in der Tabelle bei gleichzeitig weiter sinkendem Selbstvertrauen.

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