1. FC Heidenheim: Interne Backups für die Innenverteidigung

Aktuell sind nur zwei zentrale Abwehrspieler fit

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 31.08.20 | 07:08
Norman Theuerkauf

Auch in der Innenverteidigung eine Option: Norman Theuerkauf (r.). © imago images / Zink

Mit Timo Beermann (VfL Osnabrück) hat der 1. FC Heidenheim in dieser Transferperiode einen Innenverteidiger, der in der vergangenen Saison 21 Ligaspiele bestritten hat und nach dem Re-Start abgesehen vom kurzfristig verletzungsbedingt verpassten Relegationsrückspiel gegen Werder Bremen (2:2) in der Startelf stand, ziehen lassen und nicht aktiv Ersatz verpflichtet. Allerdings kehrte der zuletzt an den KFC Uerdingen und danach an Preußen Münster verliehene Oliver Steurer zum Trainingsauftakt zurück.

Und Steurer, der die Spielpraxis aus 21 Drittliga-Partien mitbringt, ist direkt gefragt. Weil Oliver Hüsing derzeit aufgrund von Sprunggelenksproblemen passen muss, ist der 25-Jährige mit Patrick Mainka im Abwehrzentrum gesetzt.

Ein vierter Innenverteidiger fehlt hingegen im Kader von Trainer Frank Schmidt, der sich aber mit internen Alternativen zu helfen weiß. Beim 3:2-Sieg im Testspiel am Wochenende gegen die SpVgg Unterhaching etwa rückten nach der Pause Norman Theuerkauf und Jan Schöppner für Mainka und Steurer ins Zentrum der Viererkette.

Theuerkauf mit schlechten Erinnerungen

Allrounder Theuerkauf kennt die Position aus der Vergangenheit, verbindet damit aber derzeit alles andere als gute Erinnerungen. Denn im Relegationsrückspiel gegen Bremen musste der zuvor lange als Linksverteidiger überzeugende Routinier nach dem kurzfristigen Ausfall Beermanns ins Zentrum und wurde dort zur tragischen Figur. Zunächst unterlief dem 33-Jährigen ein Eigentor zum 0:1 und mit dem Ballverlust am eigenen Strafraum vor dem 1:2 war der Heidenheimer Aufstiegstraum endgültig ausgeträumt.

Nichtsdestotrotz dürfte Theuerkauf auch künftig ab und an in der Zentrale gefragt sein. Ebenso wie möglicherweise der vom SC Verl gekommene Schöppner, der mit seinen 1,90 Metern eigentlich prädestiniert ist für die Rolle des zentralen Abwehrspielers. Der 21-Jährige aber fühlt sich im Mittelfeld wohler und kann dort auch besser seine anhand von sieben Toren in der 23 Regionalliga-Spielen der vergangenen Saison ablesbaren Offensivqualitäten einbringen. Im Notfall würde Schöppner aber sicherlich auch im Liga-Alltag in der letzten Reihe einspringen.