1. FC Heidenheim: Kleindienst macht den Unterschied

Rückkehrer schlägt sofort ein

Tim Kleindienst (l.) gegen Kiels Aleksandar Ignjovski.

Heidenheims Tim Kleindienst (l.) stellte die Gegner immer wieder vor nicht zu lösende Aufgaben. ©imago images/eu-images

Die Fußstapfen, in die Tim Kleindienst beim 1. FC Heidenheim treten sollte, waren nicht gerade klein. 13-Mal traf Robert Glatzel in der Vorsaison, ehe es ihn in die zweite englische Liga zu Cardiff City zog. 25 Zweitliga-Spieltage später ist klar: Kleindienst meisterte diese Herausforderung mit Bravour.

Bei zwölf Saisontoren stand der Neuzugang aus Freiburg im FCH-Trikot, bevor die Saison vorläufig unterbrochen wurde. Doch nicht nur die reine Anzahl an Treffern macht den 24-Jährigen so wertvoll für seinen Klub, dem er bereits in der Spielzeit 2016/17 angehörte.

Im eigenen Stadion kaum zu stoppen

Denn darunter waren mit fünf Siegtreffern auch die Tore, die das Spiel schlussendlich für Heidenheim entschieden: Gegen Hannover, Fürth, Osnabrück, Sandhausen und Karlsruhe sorgte der Rechtsfuß jeweils dafür, dass drei Punkte eingefahren wurden. Zum Vergleich: Vorgänger Glatzel konnte nur zwei seiner 13 Treffer unter der Kategorie Gamewinner verbuchen.

Wie gut sich Kleindienst nach seiner Rückkehr an die Brenz wieder einlebte, untermauert vor allem seine Quote im eigenen Stadion. Elf Mal war er dort bereits erfolgreich. Fügt man seine vier Assists hinzu, ergibt sich eine weitere aussagekräftige Statistik: An 15 der insgesamt 22 Heidenheimer Heimtore war der Angreifer somit direkt beteiligt.

Nur auswärts wollte es bislang noch nicht dauerhaft klappen. Ein Treffer und zwei Vorlagen stehen für den ehemaligen U-Nationalspieler in fremden Stadien bislang zu Buche. Ob und wann er auch diese Zahlen steigern kann, bleibt freilich abzuwarten.