1. FC Heidenheim: Mit Zusammenhalt zum Erfolg

Trainer Frank Schmidt erklärt starke Saison des FCH

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 24.06.2020 | 14:40
Frank Schmidt  vom 1. FC Heidenheim

Frank Schmidt steht für Heidenheim wie kein anderer. ©Imago images/eu images

Die Saison des 1. FC Heidenheim ist zweifelsohne jetzt schon gelungen und kann mit Fug und Recht als Sensation bezeichnet werden. Nun, da der FCH die Chance, in die Relegation einzuziehen, am letzten Spieltag in der eigenen Hand hat, will der Klub aber mehr. Wie es der Verein aus der 49.000-Einwohner-Stadt soweit schaffen konnte ist vielen unerklärbar.

Nur Schnatterer muss weniger laufen

Nicht so dem Vater des Erfolges. Trainer Frank Schmidt erklärte in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung, wie der 1. FC Heidenheim immer wieder die Erwartungen übertreffen kann: „Diese Mannschaft hält extrem zusammen, jeder kennt seine Aufgabe. Das war zwar immer so, aber dieses Jahr ist es nochmal ausgeprägter. Die Spieler haben einen großen Hunger auf Erfolg.“

So bildete eine geschlossene Defensivarbeit die Grundlage, 15-mal stand die Null. Vom hohen Aufwand und der Laufarbeit in der Rückwärtsbewegung ist nur einer teilweise ausgenommen: Kapitän Marc Schnatterer ist mit seinen präzisen Abschlüssen, Flanken und Standards im erholten Zustand so wichtig, dass andere mit Freude die Meter machen, die dem Routinier manchmal fehlen. 

Auch am Sonntag war es eine Flanke des diesmal eingewechselten 34-Jährigen, die das Siegtor einleitete. Ob er zum Abschluss gegen Bielefeld wieder in der Startelf steht, ist noch offen. Mit einer Muskelverletzung bezahlte er jüngst die hohe Belastung im Endspurt, ist womöglich noch nicht wieder bei voller Stärke.

Er ist dennoch ein Musterbeispiel für den von Schmidt angesprochenen Erfolgshunger, spielte er doch noch nie in der Bundesliga, obwohl er Jahr für Jahr zu den stärksten Spielern der 2. Bundesliga gehört.

Zu wohl fühlt er sich an der Brenz, wo er seit 2008 die Schuhe schnürt. Das verbindet ihn mit seinem Trainer, der seit nunmehr 13 Jahren beim FCH an der Seitenlinie steht. „Jeder weiß, dass ich von hier komme und es als meine Berufung ansehe, dass dieser Verein seine Ziele erreicht.“, sagt Schmidt und könnte damit seinem Kapitän die Worte aus dem Mund nehmen, wenn dieser nicht im etwa 100 Kilometer entfernten Heilbronn statt wie sein Coach in Heidenheim selbst geboren wäre.