1. FC Heidenheim: Neue Chance für Rückkehrer

Trio um Biankadi darf sich zeigen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 10.08.2020 | 16:00
Merveille Biankadi verbrachte das letzte halbe Jahr in Braunschweig.

Merveille Biankadi konnte in seinem halben Jahr im BTSV-Trikot Selbstvertrauen tanken. ©imago images/Christian Schroedter

Erfolg weckt Begehrlichkeiten, diese Erkenntnis bekam der 1. FC Heidenheim nach einer starken Saison zuletzt regelmäßig zu spüren. Grießbeck, Dorsch, Kleindienst – wichtige Säulen sind auf der Brenz weggebrochen und wollen ersetzt werden. Zwar spülten die Abgänge der beiden Letztgenannten Ablösesummen in die Heidenheimer Kriegskasse, die muss aber nicht zwangsläufig sofort wieder geplündert werden.

Eine erneute Chance, so berichtet es der Kicker, sollen die Akteure nehmen, die im Vorjahr auf Leihbasis ihr Glück bei anderen Klubs suchten. Oliver Steurer, Merveille Biankadi und Patrick Schmidt hatten den FCH auf der Suche nach mehr Einsatzzeit verlassen und kehren nun unter verschiedenen Vorzeichen zurück.

Externe Neuzugänge nicht ausgeschlossen

Starken Rückenwind dürfte Biankadi haben, der in der Rückrunde mit drei Treffern und fünf Vorlagen für Braunschweig an die Leistungen anknüpfte, die ihn im Vorjahr von Hansa Rostock interessant für Heidenheim machten. Hinzu kommt das Erfolgserlebnis Aufstieg, dass zusätzliche Kräfte freischaufeln dürfte.

Wie auch Schmidt könnte der Flügelstürmer ein Puzzlestück darstellen, um den Abgang von Kleindienst zu kompensieren. Dessen 14 Saisontore wollen bekanntlich aufgefangen werden. Mit Leihklub Dynamo Dresden scheiterte Schmidt zwar daran, die Klasse zu halten, sechs Tore in 15 Einsätzen dürfte aber auch beim 26-Jährigen wieder für Selbstvertrauen gesorgt haben.

Ebenfalls mit der Enttäuschung des verpassten Klasenerhalts im Gepäck soll Steurer einen weiteren Anlauf nehmen. Die Leihe nach Uerdingen in der Hinrunde verlief unglücklich, nach dem Jahreswechsel lief es im Trikot von Preußen Münster für den Innenverteidiger persönlich besser.

Mit der Lücke, die der nach Osnabrück abgewanderte Timo Beermann hinterlassen hat, besteht in der Defensiv-Zentrale auch sofort wieder Bedarf. Die personellen Planungen in Heidenheim sind zwar noch nicht abgeschlossen, auch externe Neuzugänge weiterhin möglich, in der Vorbereitung besteht für das Rückkehrer-Trio aber zumindest die Perspektive, Trainer Frank Schmidt von sich zu überzeugen.