1. FC Heidenheim: Offensiv kaum auszurechnen

Selbst ohne Marc Schnatterer immer gefährlich

Nikola Dovedan

Traf gegen Dresden zum goldenen 1:0: Nikola Dovedan © Imago / Nordphoto

Mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen im neuen Jahr hat sich der 1. FC Heidenheim zumindest vorübergehend auf Platz vier vorgeschoben und den Rückstand auf den zweiten Rang auf lediglich zwei Zähler verkürzt. Auch wenn man auf der Ostalb weiterhin öffentliche Zurückhaltung pflegt, scheint es nicht ausgeschlossen, dass die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt noch ins Aufstiegsrennen eingreift.

Insbesondere auch dank einer Offensive, die mit 33 Toren die viertbeste der Liga und seit der Winterpause noch einmal schwieriger auszurechnen ist. Gleich vier Heidenheimer Akteure haben sechs oder mehr Treffer erzielt – das ist ansonsten bei keinem anderen Verein der Fall. Auch nicht beim SC Paderborn (48) und beim 1. FC Köln (47), die mit Abstand die meisten Tore auf dem Konto haben.

Schnatterer gegen Leverkusen von Anfang an?

Am gestrigen Samstag traf Nikola Dovedan sehenswert zum goldenen 1:0 gegen Dynamo Dresden und meldete sich nach abgesessener Gelbsperre mit seinem sechsten Saisontor stark zurück. Ebenfalls bei sechs Toren steht Denis Thomalla, der vor der Winterpause den Ausfall des zuvor siebenmal erfolgreichen Robert Glatzel genutzt hat, um sich festzuspielen.

Glatzel freilich ist nach zwei Muskelfaserrissen wieder zurück und hat beim 2:2 gegen Holstein Kiel direkt zum achten Mal eingenetzt. Gegen Dresden bildeten Thomalla und Glatzel das Sturmduo, das über Außen von Dovedan und Tim Skarke unterstützt wurde.

Ab der 62. Minute kam dann Kapitän Marc Schnatterer, der nach einer Fußsohlenverletzung langsam herangeführt wird, für Skarke auf den Platz und komplettierte eine Offensive, die jedem Gegner das Leben schwer machen kann. Schnatterer steht bislang bei sieben Treffern und könnte schon im Pokalspiel am Dienstag gegen Bayer Leverkusen von Anfang an für noch mehr Torgefahr sorgen, insbesondere natürlich auch bei Standards.

Für den Gegner ist es aktuell auf jeden Fall nicht einfach, sich auf die Heidenheimer Offensive einzustellen, zumal vor allem Schnatterer (acht Assists) und Dovedan (5), aber auch Thomalla (4) und Glatzel (1) immer wieder auch als Vorbereiter in Erscheinung treten.