1. FC Heidenheim: Standards machen den Unterschied

Mainka als Waffe

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 18.01.2021 | 10:41
Patrick Mainka beim 1. FC Heidenheim

Gefährlicher Abwehrmann: Patrick Mainka war ein entscheidender Faktor beim 3:0-Sieg gegen Darmstadt 98. ©Imago images/

In manchen Bereichen ist der 1. FC Heidenheim ein Spitzenteam der 2. Bundesliga, so etwa in der Heimtabelle, die der FCH mit noch keiner Niederlage und erst vier Gegentoren auf heimischem Geläuf anführt. Nach dem Motto „Wer rastet, der rostet“, vermögen es die Heidenheimer jedoch stets, Domänen, die nicht zu ihren Spezialgebieten zählen, zu eben jenen zu machen.

In den letzten Partien gelang dies bei Standard-Situationen. Im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg bediente sich der 1. FC Heidenheim dieses Mittels, um die Führung auf 2:0 auszubauen. Eine Ecke von Kevin Sessa auf den ersten Pfosten köpfte Patrick Mainka wuchtig ein.

Am gestrigen Sonntag dann die Weiterentwicklung der Variante. Diesmal war es Florian Pick mit der Ecke, wieder lauerte Mainka am ersten Pfosten, der den Ball allerdings verlängerte, wodurch Christian Kühlwetter gekonnt einköpfen konnte. Mainka selbst hatte Blut geleckt: Nach einem Freistoß von Pick traf er diesmal selbst zum 2:0 gegen Darmstadt 98 (Endstand: 3:0).

Teil des Systems

Die Waffe Mainka wurde also entdeckt auf der Ostalb, nachdem der Defensivspezialist seine Torgefährlichkeit bereits in der U19 Arminia Bielefelds sowie bei der U23 des BVB, für die er in der Saison 2017/18 sechs Mal traf, unter Beweis stellte.

„Gerade in solch einen Spiel, das taktisch entschieden wird und in dem sich beide Mannschaften neutralisieren, ist es wichtig, bei Standards da zu sein“ – sagt Taktikfuchs Frank Schmidt, der mit seinen einstudierten Varianten damit Erfolg hat.

Wohl keiner kennt sich in der 2. Bundesliga so gut damit aus, wie der nächste Gegner. Der Karlsruher SC zeigt sich in der laufenden Saison selbst stark bei Standard-Situationen, erzielte erst am gestrigen Sonntag gegen Holstein Kiel den Siegtreffer nach einem ruhenden Ball. Es wird also am Samstag neben den eigenen Standards auch auf die Verteidigung bei Ecken und Freistößen ankommen.