1. FC Magdeburg: Die Defensive als Trumpf im Saisonfinale?

Kein Team ließ 2019 weniger Gegentore zu

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 15.01.21 | 12:52
Dennis Erdmann

Fehlt dem 1. FC Magdeburg in Regensburg gelbgesperrt: Dennis Erdmann © imago images / foto2press

Nach der bitteren 0:1-Heimniederlage gegen den SV Darmstadt 98 will sich der 1. FC Magdeburg die zu Hause verlorenen Punkte am Sonntag im Spiel beim SSV Jahn Regensburg zurückholen. In der Oberpfalz muss Trainer Michael Oenning allerdings auf den gelbgesperrten Dennis Erdmann verzichten, für den wohl Steffen Schäfer mit Tobias Müller die Innenverteidigung bilden wird.

Dass Schäfer seit der Winterpause nur zu einem Kurzeinsatz im Spiel beim Hamburger SV gekommen ist und entsprechend kaum über Spielpraxis verfügt, ist natürlich nicht optimal. Nichtsdestotrotz hat man in Magdeburg die Hoffnung, dass die Defensive auch ohne Erdmann weitgehend sicher steht.

Denn das war in den vergangenen Wochen fraglos der Fall. In den elf Partien im neuen Jahr ließ Magdeburg lediglich acht Gegentore zu. Zweitbestes Team in diesem Ranking ist der 1. FC Heidenheim, dessen Hintermannschaft aber schon elfmal überwunden wurde. Nie kassierte Magdeburg 2019 mehr als ein Gegentor pro Spiel und hielt immerhin in drei Begegnungen die Null.

Eine stabile Defensive ist keine Erfolgsgarantie

Verbunden mit der stabilen Defensive, an der sicherlich Winterneuzugang Jan Kirchhoff als Sechser nach zuvor 35 Gegentreffern in den ersten 18 Spielen auch seinen Anteil hat, ist natürlich die Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Eine Garantie, nicht abzusteigen, stellt eine gute Defensive freilich nicht dar. Dafür genügt ein Blick in die jüngere Vergangenheit. 2016/17 stiegen die Würzburger Kickers mit nur 41 Gegentoren ab und in der letzten Saison erwischte es Eintracht Braunschweig mit 43 Gegentreffern. Die Eintracht hatte am Ende sogar weniger Treffer kassiert als Aufsteiger Fortuna Düsseldorf, traf aber schlichtweg zu selten.

Entscheidend wird im Endspurt deshalb sein, dass der FCM zum einen die Stabilität der letzten Wochen aufrechterhalten kann, zum anderen aber auch vorne wieder gefährlicher wird. Denn neben der besten Defensive im Jahr 2019 stellt Magdeburg in diesem Zeitraum mit nur zehn Toren in elf Spielen auch die schwächste Offensive.

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