1. FC Magdeburg: Traumstart in die entscheidenden Wochen

Später Sieg beim HSV stärkt den Glauben an die Rettung

Philip Türpitz

Siegtor in der vierten Minute der Nachspielzeit: Philip Türpitz © Imago / Christian Schrödter

Nach fünf sieglosen Spielen mit nur drei Punkten hat der 1. FC Magdeburg am Montagabend beim Hamburger SV einen nicht unbedingt zu erwartenden Befreiungsschlag gelandet. Den spät verpassten Siegen bei Dynamo Dresden (1:1) und gegen den 1. FC Heidenheim (0:0) ließ die Mannschaft von Trainer Michael Oenning im Volksparkstadion einen 2:1-Coup folgen, für den Philip Türpitz erst in der vierten Minute der Nachspielzeit sorgte.

Magdeburg steht mit diesem Dreier zwar weiterhin auf Relegationsplatz 16, wird aber nur noch durch die gegenüber dem SV Sandhausen um vier Treffer schlechtere Tordifferenz vom rettenden Ufer getrennt und hat nun immerhin schon fünf Zähler Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze – wobei der MSV Duisburg im Nachholspiel am Mittwoch gegen den 1. FC Köln noch auf zwei Punkte heranrücken könnte.

Vier machbare Aufgaben vor der Brust

Für Magdeburg war der Erfolg in Hamburg ein Traumstart in die entscheidenden Wochen der Saison. Um nicht an den letzten beiden Spieltagen beim 1. FC Union Berlin und gegen den 1. FC Köln unter Zugzwang zu stehen, sollte die Oenning-Elf schon in den nächsten vier Partien punkten.

Und mit einer Leistung wie in Hamburg ist nicht ausgeschlossen, dass der FCM entscheidend nachlegen kann. Denn die kommenden vier Aufgaben gegen den SV Darmstadt 98, beim SSV Jahn Regensburg, gegen die SpVgg Greuther Fürth und beim VfL Bochum erscheinen zumindest auf dem Papier allesamt nicht unlösbar.

Wenn wir Samstag verlieren, war es heute nichts wert. (Dennis Erdmann)

Dass schon gegen Darmstadt nachgelegt und der Dreier von Hamburg dann veredelt werden muss, machte Dennis Erdmann in seinem Statement nach der Partie auf der Vereinswebseite deutlich: „So muss es weitergehen. Wenn wir Samstag verlieren, war es heute nichts wert. In letzter Zeit haben wir zu viele Punkte liegengelassen. Wir wollen mit Vollgas gegen Darmstadt auftreten.“

Ob Coach Oenning gegen die Lilien wieder auf den in Hamburg mit Adduktorenproblemen ausgefallenen Schlussmann Giorgi Loria bauen kann, ist noch offen. Dass Christian Beck nach einem Monat Verletzungspause ein halbstündiges Comeback feierte, dient indes als zusätzlicher Mutmacher.

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