1860 München vs Holstein Kiel

Analyse, Vorschau & Quoten zum Spiel am 19.08.2018

Patrick Herrmann (l.) war schon bei der Relegations-Niederlage der Störche gegen die Löwen 2015 dabei. ©Imago/Philipp Ruiz

Mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen hat Holstein Kiel allen Unkenrufen zum Trotz einen guten Start in die neue Saison hingelegt und zumindest angedeutet, auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg eine gute Rolle spielen zu können. Im DFB-Pokal müssen die Störche nun beim TSV 1860 München ran, der seinerseits im ersten Anlauf den Sprung in die 3. Liga geschafft hat und dort nach vier Spieltagen vier Zähler auf dem Konto hat.

TSV 1860 München: Kampf den späten Gegentoren

Die Münchner Löwen haben gute Erinnerungen an Holstein Kiel. Nach einem 2:0-Sieg im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft 1931 fanden die übrigen drei der bisherigen vier Direktduelle alle in der Saison 2014/15 statt. Nach einem 2:1-Erstrundensieg im Pokal in Kiel kam es in der Relegation zum Wiedersehen. Sechzig setzte sich nach einem torlosen Hinspiel dank eines Last-Minute-Treffers von Kai Bülow zum 2:1 zu Hause dann hauchdünn durch.

Am Mittwochabend erfüllten die Löwen mit einem 5:1-Sieg beim SV Dornach im Landespokal ihre Pflicht und wollen nun im „richtigen“ Pokal-Wettbewerb die Kür schaffen. Dabei muss Trainer Daniel Bierofka auf Jan Mauersberger verzichten, der eine Gelb-Rot-Sperre aus der vergangenen Saison absitzt. Der Routinier freilich war bereits am vergangenen Wochenende beim 0:1 gegen den KFC Uerdingen nicht erste Wahl.

Fraglich ist zudem der Einsatz des angeschlagenen Daniel Wein, der auf der Doppelsechs mit Quirin Moll gesetzt ist und dort eine nicht einfach zu schließende Lücke hinterlassen würde.

Ich glaube nicht, dass die Mannschaft einen Knacks weg hat. (Daniel Bierofka)

Nachdem der TSV 1860 sowohl gegen Uerdingen als auch zuvor beim VfL Osnabrück (2:2) und am ersten Spieltag beim 1. FC Kaiserslautern (0:1) durch späte Gegentore Punkte aus der Hand gegeben hat, ist diesmal Konzentration bis zum Schlusspfiff ein großes Thema. „Ich glaube nicht, dass die Mannschaft einen Knacks weg hat“, sieht Coach Bierofka im „Kicker“ (Ausgabe 67/2018 vom 16.08.2018) aber kein mentales Problem.

Holstein Kiel: Rückt Kinsombi ins Team?

Mit Kenneth Kronholm, Patrick Herrmann und Rückkehrer Hauke Wahl sind drei Akteure, die 2015 die Relegation auf bittere Art und Weise verloren, noch bzw. wieder dabei, wenn die Störche erneut in München gastieren.

Im Stadion an der Grünwalder Straße und nicht mehr wie 2015 in der Allianz Arena, könnte Trainer Tim Walter im dritten Pflichtspiel in Folge die gleiche Startelf aufbieten, aber auch die eine oder andere Veränderung vornehmen. Der beim 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim mit Gelb-Rot vom Platz gestellte Johannes van den Bergh ist im Pokal auf jeden Fall einsetzbar.

Möglicherweise anders als Kingsley Schindler, der unter der Woche wegen eines Pferdekusses nicht voll trainieren konnte, und Steven Lewerenz, der laut den Kieler Nachrichten von einer Hüftreizung geplagt wird. Während Lewerenz bisher ohnehin noch nicht zum Einsatz gekommen ist, könnte Schindler geschont werden.

Denkbar ist auch, dass bisher nach einer Bänderverletzung zweimal nur eingewechselte Kapitän David Kinsombi erstmals ins Team rückt. Alexander Mühling könnte dann von der Doppelsechs auf die Zehner-Position rücken und Jae-Sung Lee rechts die Schindler-Rolle spielen.

Entscheidet sich Walter für eine größere Rotation, wären auch Rechtsverteidiger Herrmann, Innenverteidiger Stefan Thesker und Offensivmann Heinz Mörschel Kandidaten für die erste Elf.

Tipps & Quoten zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Sonntag, 18.30 Uhr)

Unser abschließender Wett Tipp:

Holstein Kiel hat nicht nur die besseren Einzelspieler, sondern präsentiert sich auch als Mannschaft geschlossen. Damit gewinnen die Störche bei den Münchner Löwen nach 90 Minuten. Jetzt 10€ darauf wetten und 10€ Gratis-Livewette bei betsson sichern!