2. Bundesliga: Die Erkenntnisse des 9. Spieltags

Unsere Analyse zum Wochenende

Autor: Dennis Keller Veröffentlicht: Dienstag, 18.10.16 | 13:06
Frank Schmidt, dienstältester Coach der 2. Bundesliga.

Schwimmt mit dem 1. FC Heidenheim auf einer Welle des Erfolgs: Trainer Frank Schmidt. ©Imago

Viel los am 9. Spieltag in der 2. Bundesliga: Dresden schießt Stuttgart ab, St. Pauli und Bielefeld kassieren unglückliche Heimniederlagen. Darüber hinaus hat der Spieltag für uns aber noch drei wichtige Erkenntnisse geliefert, die wir Euch hier präsentieren möchten!

1860 München: Es geht schon wieder los

Bei den „Löwen“ sollte in dieser Spielzeit eigentlich alles besser werden. Im Sommer wurde richtig investiert, mit einigen erfahrenen Spielern wie Stefan Aigner, Karim Matmour oder Ivica Olic sollte es endlich wieder aufwärts gehen. Doch nach nur neun Spieltagen scheinen die guten Vorsätze bereits wieder Makulatur zu sein.

Seit fünf Partien hat der TSV nicht mehr gewonnen, vier dieser Spiele gingen sogar verloren. Schon ist eine Trainerdiskussion um den erst im Sommer gekommenen Kosta Runjaic in vollem Gange. Geschäftsführer Thomas Eichin hat einer Entlassung von Runjaic zwar vorerst ausgeschlossen, allerdings werden die Stimmen gegen den Trainer lauter.

In dieser Situation ist es natürlich nur wenig hilfreich, wenn auch die Spieler abseits des Platzes noch negative Schlagzeilen produzieren – siehe Ivica Olic in der vergangenen Woche. Es sieht fast so aus, als würde 1860 München vorläufig nichts am Image des Chaos-Vereins ändern können.

1. FC Heidenheim: Beeindruckend konstant

Ganz anders schaut es beim 1. FC Heidenheim aus. Nur gegen die Würzburger Kickers hat die Mannschaft in dieser Spielzeit verloren, ansonsten stehen fünf Siege und drei Unentschieden zu Buche. Wenn die Männer von der Ostalb so weitermachen, dann muss man sie ernsthaft für den Aufstieg auf dem Zettel haben.

Davon wird die Mannschaft selbst freilich nichts wissen wollen. Das Team hat gegenüber den sogenannten „großen“ Klubs aber einige Vorteile: Trainer Frank Schmidt ist schon Ewigkeiten im Verein und konnte sich kontinuierlich etwas aufbauen. Dadurch ist der FCH extrem gefestigt und eingespielt. Und schließlich können die Spieler in Ruhe arbeiten, ohne den ständigen Medienrummel.

Schaut man auf den Spielplan der kommenden Wochen, dann dürfen wir durchaus davon ausgehen, Marc Schnatterer & Co. noch ein wenig länger im oberen Bereich der Tabelle zu finden. An den nächsten fünf Spieltagen geht es nämlich gegen Dresden, Bochum, Karlsruhe, Bielefeld und St. Pauli.

Union Berlin: Quaner ODER Hosiner? Quaner UND Hosiner!

Collin Quaner ist der Senkrechtstarter dieser Saison: In den ersten sechs Saisonspielen traf der Mittelstürmer 5-mal – und das, obwohl er zu Beginn dieser Spielzeit nur als Ersatz für Neuzugang Philipp Hosiner gegolten hatte. Der Österreicher musste aber nach dem Saisonauftakt erst einmal verletzt zuschauen.

Den 7. und 8. Spieltag verpasste dann Quaner verletzungsbedingt. Hosiner, inzwischen wieder fit, nutzte seine Chance direkt und traf gegen den FC St. Pauli zum wichtigen 1:0. Seit dem vergangenen Wochenende kann auch Quaner wieder mitwirken, sodass sich gegen Hannover die Frage stellte, wen von beiden Trainer Jens Keller bringen würde.

Wahrscheinlich wollte der Coach nicht zu viel riskieren, deshalb blieb Quaner zunächst auf der Bank. Beim Stand von 0:0 wurde er in der 74. Minute für Kenny Prince Redondo eingewechselt und stürmte ab sofort neben Hosiner. Innerhalb der nächsten fünf Minuten traf Quaner erst zur Führung, bereitete dann auch noch das 2:0 durch Hosiner vor. In Zukunft laufen die beiden vielleicht also auch von Beginn an nebeneinander auf.