Arminia Bielefeld: 3. Liga wäre finanziell eine Herausforderung

Externe Hilfe wäre zwingend nötig

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 09.07.20 | 17:05
Jürgen Kramny

Die wirtschaftliche Situation erhöht den Druck auch auf Jürgen Kramny © Imago

Das kommende Wochenende könnte für Arminia Bielefeld kein gutes werden. Während die Ostwestfalen bei Hannover 96 vor einer richtig schweren Aufgabe stehen, wird angesichts des direkten Duells zwischen dem FC St. Pauli und dem Karlsruher SC mindestens ein Konkurrent im Tabellenkeller punkten. Und auch Erzgebirge Aue scheint zu Hause gegen Dynamo Dresden nicht chancenlos.

Auf dem Weg zum Klassenerhalt droht der Arminia somit ein Rückschlag. Und wie wichtig der Verbleib in der 2. Bundesliga wäre, lässt sich anhand der Aussagen von Finanz-Geschäftsführer Gerrit Meinke in der Neuen Westfälischen erkennen. Meinke macht keinen Hehl daraus, dass im Abstiegsfall Einsparungen unausweichlich seien und die Arminia in der 3. Liga nur mit externer Hilfe von Sponsoren und Partnern konkurrenzfähig wäre. „In der Saison 2014/15 hat es funktioniert“, verweist Meinke auf die bislang letzte Spielzeit in der Drittklassigkeit, die sich idealerweise aber nicht wiederholen soll.

DFB-Pokal sorgt für Zusatzeinnahmen

Schon in der 2. Bundesliga bliebe die finanzielle Lage schwierig, wenngleich in der laufenden Spielzeit nicht zuletzt dank des Vordringens ins Viertelfinale des DFB-Pokals und der dadurch erzielten TV-Einnahmen von 2.360.000 Euro ein gutes Ergebnis erreicht wird.

„ Die Perspektive zur Erlangung der Zweitligalizenz ist besser geworden ”
Gerrit Meinke

„Die Perspektive zur Erlangung der Zweitligalizenz ist besser als in den Jahren zuvor. Bezüglich der Liquiditätssicherung werden wir zwar eine Auflage bekommen, die aber weniger hoch ausfällt als in der Vergangenheit“, so Meinke, der sich unabhängig von der Klassenzugehörigkeit mit den auslaufenden Verträgen mit dem Trikot- und Stadionsponsor, der Schüco International KG, beschäftigen muss.

Eine weitere Zusammenarbeit ist von beiden Seiten zwar angedacht, doch der Umfang der Zuwendungen dürfte nicht zuletzt davon abhängen, ob die Arminia zweit- oder drittklassig spielt.

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